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London Leben



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  • © 2001 – 2008 Konstantin Binder www.londonleben.co.uk londonleben(at)mac(dot)com


  • London ist gut zu mir gewesen. Ich denke, ich schulde es der Stadt, ab und zu ueber sie zu berichten. Est. 15 January 2004. No tourists were harmed or injured or shouted at (knowingly) in the making of this website. Header design by Ralf Zeigermann. Picture by yours truly.

  • Why I like this country

Tobacco Dock

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"Covent Garden of the East End", meine Guete. Manchmal liest man von hochtrabenden Plaenen, und es bleibt nur eine Frage: Just exactly which planet are you on, mate? Tobacco Dock ist ein brilliant schoenes Lagerhaus in East London, 1811 gebaut, der Name wirft wenig Zweifel auf, was dort gelagert wurde. Irgendwann war allerdings Schluss mit eben jener Lagerung. 1990 wurde investiert. Die Zahlen schwanken, aber £30 - £40 Millionen duerften in etwa zutreffen. Nur, die Menschen kamen nicht. Kein Wunder, duerftiger public transport Anschluss, und die Herren Investierer hatten wohl nicht so recht bedacht, dass im East End verdammt viele Menschen wohnen, die Covent Garden Kopien eher skeptisch gegenueber eingestellt sind.

Tobaccodock01

Das Tobacco Dock development war ein einziges desaster. Seit Mitte der Neunziger steht es leer. Was nicht heisst, dass dort ab und zu Veranstaltungen stattfinden. Die Eigentuemer halten alles penibel in Schuss, ich moechte nicht die woechentlichen anfallenden cheques unterschreiben wollen. Ich denke, es bleibt ihnen auch nichts anderes uebrig, denn Tobacco Dock ist Grade I listed. Wie geht es weiter? Viele meetings, noch mehr Ideen aber ich glaube der Stand der Dinge ist im Augenblick - reichlich vulgo ausgedrueckt - f*ck knows.

Tobaccodock03

Sehr schade, vielleicht wird sich das ja mal aendern.

Grand Union Canal Walk

Canalmap

(click to enlarge)

Es gibt Menschen, die gern 233 Kilometer rennen. Mit einem vorgegebenem Zeitlimit von 45 Stunden. Ich favorisiere die langsamere Bewegung. Ich laufe nicht, ich gehe. Dann sieht man mehr. Der Grand Union Canal verbindet London mit Birmingham und er tut das sehr souveraen ueber die obenerwaehnte Laenge. Ich mag uebrigens nebenbei bemerkt das Wort "grand". Egal. Der Regent's Canal wurde hier schon erwaehnt. Zeit also, den Grand Union Canal (Paddington Branch) abzulaufen.

Die Route ist schrecklich einfach. Nach Paddington fahren, dort einen Zug nach Hays & Harlington besteigen, entweder Heathrow Connect oder First Great Western, aussteigen, erst noerdlich halten, dann zum Kanal runterlaufen, kanpp einen Kilometer Richtung Osten bis Bull's Bridge, dann links abbiegen und immer weiter gehen bis man nach ca. 23 Kilometern in Paddington ankommt.

Der Grand Union fuehrt ab Bull's Bridge eigentlich irgendwann in den Fluss, aber das waere ja langweilig. Paddington Branch ist eine ebene Geschichte, keine locks und einfach phantastisch. Ueber viele Kilometer gruen, alte und und neue Industrieanlagen, Gaerten, viele narrow boats, eine Strassenueberquerung (sehr cool) , Vogeltiere, Angler und solche, die vorgeben Angler zu sein (why do you need six cans of lager for your fishing experience, mate?), alte Edwardian houses, marinas, neue Wohnhaeuser. Vielfaeltig, sehr, sehr schoen. Die backyards of West London.

Wasser und etwas zu essen einpacken, so um die fuenf oder sechs Stunden einplanen und losgehen.

Photos

Grand Theft Auto

Grandtheftauto

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Sunday Roast (14)

Sundayroast

Podcast mit Konstantin und Ralf.

Themen: Englische Gaerten, Muell, Boris Johnson, Gordon Brown

Tonqualitaet ist nicht dolle, verdammter Wind, sorry.

MP3, 15:18 Minuten, 7.1 MB

iTunes link

Dry Public Transport

Right then boys and girls, oh, and tourists: no more boozing on public transport in London from 1 June 2008. So behave, you hear me? Stoert mich nicht wirklich, wenn die builders auf dem Weg nach Hause schnell ne Dose Stella verhaften. Freitag und Samstag nacht ist sowieso Ausnahmezustand in der Tube, und die kids machen die ganze Woche ueber was sie wollen, also was soll das? Unzweifelhaft keine schlechte Idee, aber ob das die erhoffte Wirkung hat? Ich wage das zu bezweifeln. Darf ich mal daran erinnern, dass die Bewohner des Konigreiches es durch die pub closing time im Laufe der Jahrzehnte gelernt haben, ein pint in weniger als einer Minute zu verklappen. Sicher nicht erstebenswert, aber es ist wie es ist. Und genau das wird vor Antritt einer Fahrt passieren. Load of bollocks, publicity stunt. Nein, ich werde kein Boris-Watch-Blog anfangen.

Irgendwie erinnert mich das an dieses legendaere Interview aus dem Jahr 2006.

Occupation: Comedian

Am 16 Juni 1890 erblickte in Ulverston in Cumbria ein Knabe im Haus seiner Grosseltern das Licht der Welt. Sein Name war Arthur Stanley Jefferson. Beruehmt sollte er spaeter in Amerika unter seinem Kuenstlernamen werden: Stan Laurel.

Stanlaurel

Der kleine gelbe Zettel: Certified copy of Stan Laurel's birth certificate - please note Stan's father's occupation (comedian).

Ulverston ist das, was man "market town" nennt, etwas ueber 11000 Einwohner, nicht ausserordentlich schoen, sicher nicht haesslich, sebstverstaendlich ueber tausend Jahre alt. Man bekommt decent food in den local pubs, es gibt eine kleine high street. Ulverston hat seinen beruehmten Sohn natuerlich nicht vergessen. Bill Cubin hiess der Gruender des Laurel and Hardy Museums, ein echter fan, wie es scheint, denn er hat unzaehlige memorabilia zusammengetragen. Cubin starb 1997, aber sein Familie kuemmert sich weiter um das Museum. Man braucht wirklich etwas Zeit, wollte man sich durch all die Dinge durchwuehlen, die in den Raeumen gezeigt werden. Es gibt ein winziges Kino, es sollte klar sein, was dort gezeigt wird. Wunderbar.

Stanlaurel02

Ich hatte irgendwann mal von diesem Museum gehoert und es dann wieder vergessen. Henning hat mich daran erinnert.

Laurel and Hardy Museum
4c Upper Brook Street
Ulverston
Cumbria LA12 7BH

Licht

Ein Freund hat mal gesagt, die fernen unterschwelligen Geraeusche einer Stadt seien faszinierend. Bei klarer Luft kann ich im Sueden die Huegel hinter Crystal Palace und Peckham sehen. Ueber West London segeln die Flieger nach Heahthrow, aber sie sind zu weit weg, um mich zu stoeren. Abends veraendert die Stadt ihren Geraeuschpegel. Die Hetze des Tages vergeht, die Geschwindigkeit nimmt ab, die Menschen scheinen sich zu beruhigen. London grummelt und schaltet die Abendbeleuchtung an. Nur die Sirenen unterbrechen die Nacht, jede Nacht. Ich blicke aus dem Fenster, und in einiger Entfernung liegt Hampstead. Reicher, wichtiger meint man als der Teil Londons, in dem ich wohne. Nachts sehe ich die Lichter der Grossstadt um mich herum. Sie sind neutral, weder schlecht noch gut, sie zeugen nur davon, dass Menschen wohnen und arbeiten, leben. Die Lichter flackern, aber es ist eben nur das Licht, dass sich den Weg ueber die Entfernung bahnt. Wenn es spaeter wird, kommen die Fuechse, auf der Suche nach Essbarem. Manchmal jagen sie sich gegenseitig im Garten unter dem Haus. Die Nachtaktiven. Die Stadt bewegt sich und produziert diesen Geraeuschpegel, untermalt von Licht. Langsamkeit. Man braucht Augenblicke der Langsamkeit in dieser Stadt. Nicht ist wichtiger als ab und zu anzuhalten. Das Licht beruhigt mich. Viele Menschen arbeiten in der Nacht. Oder sie feiern, sie reden, sie lachen, sie schreien, sie streiten sich. Um mich herum wohnen 7,5 Millionen Menschen, vielleicht mehr, sicher mehr, kein Mensch weiss es genau. Wenn der Wind weht, ueber meinem Huegel, dann hoert man die Stadt anders, mal mehr, mal weniger. Wenn es stuermt, dann uebernimmt die Natur die Geraeusche, uebertoent alles. Aber die Lichter bleiben. Sie flackern, aber sie kommen jede Nacht wieder.

Life's Little Luxuries

Oxfamad

Be Humankind

Voices

Auch bei der BBC gibt es eine wunderbare Sammlung von Aufnahmen: England, Scotland, Wales, Northern Ireland, Channel Islands, Isle of Man. Einfach auf der Karte eine Region aussuchen und zuhoeren. Man glaubt gar nicht, was man so alles nicht versteht.

Lieber Boris Johnson

Borisjohnson

Photo: adamprocter2006, CC Attribution-Share Alike

Mit manifestos ist das ja so eine Sache. Das klingt haeufig recht gut, aber in der Praxis? Schauen wir uns mal an, was Dir so vorschwebt:

My plan to change London for the better includes the following:
Beef up the police presence on our streets by increasing police numbers and cutting red tape at the Metropolitan Police Service.
Implement serious strategies on knife and gun crime and arm the police with handheld weapon scanners.
Crack down on the culture of casual disorder that leads to more serious crime, with live CCTV on buses and a community service scheme for young people who abuse free travel.
Make transport safer by putting more uniformed officers on buses and station platforms.
Protect our green, open spaces and encourage more recycling across the boroughs.
Scrap the proposed £25 congestion charge and make the existing system fairer and more flexible.
Work in partnership with local councils to build the homes that people want and can afford.
Stretch the taxpayer pound to give Londoners more bang for their buck and axe the waste and overspending at City Hall.


Mir ist schon klar, dass Veraenderungen nicht ueber Nacht kommen. Schon gar nicht bei einem so grossem Budget. Na abgesehen von dieser £25 charge. Was nicht ist, kann man leicht absagen, richtig? Ich schlage einfach mal folgendes vor: Wir lassen etwas Zeit verstreichen, sagen wir ein, zwei Jahre, und dann setzen wir uns zusammen und sprechen die einzelnen Punkte durch. Einverstanden?

Gruss

Konstantin