Sunday Roast (14)

Podcast mit Konstantin und Ralf.
Themen: Englische Gaerten, Muell, Boris Johnson, Gordon Brown
Tonqualitaet ist nicht dolle, verdammter Wind, sorry.

© 2001 – 2008 Konstantin Binder www.londonleben.co.uk londonleben(at)mac(dot)com
London ist gut zu mir gewesen. Ich denke, ich schulde es der Stadt, ab und zu ueber sie zu berichten. Est. 15 January 2004. No tourists were harmed or injured or shouted at (knowingly) in the making of this website. Header design by Ralf Zeigermann. Picture by yours truly.

Podcast mit Konstantin und Ralf.
Themen: Englische Gaerten, Muell, Boris Johnson, Gordon Brown
Tonqualitaet ist nicht dolle, verdammter Wind, sorry.
Right then boys and girls, oh, and tourists: no more boozing on public transport in London from 1 June 2008. So behave, you hear me? Stoert mich nicht wirklich, wenn die builders auf dem Weg nach Hause schnell ne Dose Stella verhaften. Freitag und Samstag nacht ist sowieso Ausnahmezustand in der Tube, und die kids machen die ganze Woche ueber was sie wollen, also was soll das? Unzweifelhaft keine schlechte Idee, aber ob das die erhoffte Wirkung hat? Ich wage das zu bezweifeln. Darf ich mal daran erinnern, dass die Bewohner des Konigreiches es durch die pub closing time im Laufe der Jahrzehnte gelernt haben, ein pint in weniger als einer Minute zu verklappen. Sicher nicht erstebenswert, aber es ist wie es ist. Und genau das wird vor Antritt einer Fahrt passieren. Load of bollocks, publicity stunt. Nein, ich werde kein Boris-Watch-Blog anfangen.
Irgendwie erinnert mich das an dieses legendaere Interview aus dem Jahr 2006.
Am 16 Juni 1890 erblickte in Ulverston in Cumbria ein Knabe im Haus seiner Grosseltern das Licht der Welt. Sein Name war Arthur Stanley Jefferson. Beruehmt sollte er spaeter in Amerika unter seinem Kuenstlernamen werden: Stan Laurel.
Der kleine gelbe Zettel: Certified copy of Stan Laurel's birth certificate - please note Stan's father's occupation (comedian).
Ulverston ist das, was man "market town" nennt, etwas ueber 11000 Einwohner, nicht ausserordentlich schoen, sicher nicht haesslich, sebstverstaendlich ueber tausend Jahre alt. Man bekommt decent food in den local pubs, es gibt eine kleine high street. Ulverston hat seinen beruehmten Sohn natuerlich nicht vergessen. Bill Cubin hiess der Gruender des Laurel and Hardy Museums, ein echter fan, wie es scheint, denn er hat unzaehlige memorabilia zusammengetragen. Cubin starb 1997, aber sein Familie kuemmert sich weiter um das Museum. Man braucht wirklich etwas Zeit, wollte man sich durch all die Dinge durchwuehlen, die in den Raeumen gezeigt werden. Es gibt ein winziges Kino, es sollte klar sein, was dort gezeigt wird. Wunderbar.

Ich hatte irgendwann mal von diesem Museum gehoert und es dann wieder vergessen. Henning hat mich daran erinnert.
Laurel and Hardy Museum
4c Upper Brook Street
Ulverston
Cumbria LA12 7BH
Ein Freund hat mal gesagt, die fernen unterschwelligen Geraeusche einer Stadt seien faszinierend. Bei klarer Luft kann ich im Sueden die Huegel hinter Crystal Palace und Peckham sehen. Ueber West London segeln die Flieger nach Heahthrow, aber sie sind zu weit weg, um mich zu stoeren. Abends veraendert die Stadt ihren Geraeuschpegel. Die Hetze des Tages vergeht, die Geschwindigkeit nimmt ab, die Menschen scheinen sich zu beruhigen. London grummelt und schaltet die Abendbeleuchtung an. Nur die Sirenen unterbrechen die Nacht, jede Nacht. Ich blicke aus dem Fenster, und in einiger Entfernung liegt Hampstead. Reicher, wichtiger meint man als der Teil Londons, in dem ich wohne. Nachts sehe ich die Lichter der Grossstadt um mich herum. Sie sind neutral, weder schlecht noch gut, sie zeugen nur davon, dass Menschen wohnen und arbeiten, leben. Die Lichter flackern, aber es ist eben nur das Licht, dass sich den Weg ueber die Entfernung bahnt. Wenn es spaeter wird, kommen die Fuechse, auf der Suche nach Essbarem. Manchmal jagen sie sich gegenseitig im Garten unter dem Haus. Die Nachtaktiven. Die Stadt bewegt sich und produziert diesen Geraeuschpegel, untermalt von Licht. Langsamkeit. Man braucht Augenblicke der Langsamkeit in dieser Stadt. Nicht ist wichtiger als ab und zu anzuhalten. Das Licht beruhigt mich. Viele Menschen arbeiten in der Nacht. Oder sie feiern, sie reden, sie lachen, sie schreien, sie streiten sich. Um mich herum wohnen 7,5 Millionen Menschen, vielleicht mehr, sicher mehr, kein Mensch weiss es genau. Wenn der Wind weht, ueber meinem Huegel, dann hoert man die Stadt anders, mal mehr, mal weniger. Wenn es stuermt, dann uebernimmt die Natur die Geraeusche, uebertoent alles. Aber die Lichter bleiben. Sie flackern, aber sie kommen jede Nacht wieder.
Auch bei der BBC gibt es eine wunderbare Sammlung von Aufnahmen: England, Scotland, Wales, Northern Ireland, Channel Islands, Isle of Man. Einfach auf der Karte eine Region aussuchen und zuhoeren. Man glaubt gar nicht, was man so alles nicht versteht.

Photo: adamprocter2006, CC Attribution-Share Alike
Mit manifestos ist das ja so eine Sache. Das klingt haeufig recht gut, aber in der Praxis? Schauen wir uns mal an, was Dir so vorschwebt:
My plan to change London for the better includes the following:
Beef up the police presence on our streets by increasing police numbers and cutting red tape at the Metropolitan Police Service.
Implement serious strategies on knife and gun crime and arm the police with handheld weapon scanners.
Crack down on the culture of casual disorder that leads to more serious crime, with live CCTV on buses and a community service scheme for young people who abuse free travel.
Make transport safer by putting more uniformed officers on buses and station platforms.
Protect our green, open spaces and encourage more recycling across the boroughs.
Scrap the proposed £25 congestion charge and make the existing system fairer and more flexible.
Work in partnership with local councils to build the homes that people want and can afford.
Stretch the taxpayer pound to give Londoners more bang for their buck and axe the waste and overspending at City Hall.
Mir ist schon klar, dass Veraenderungen nicht ueber Nacht kommen. Schon gar nicht bei einem so grossem Budget. Na abgesehen von dieser £25 charge. Was nicht ist, kann man leicht absagen, richtig? Ich schlage einfach mal folgendes vor: Wir lassen etwas Zeit verstreichen, sagen wir ein, zwei Jahre, und dann setzen wir uns zusammen und sprechen die einzelnen Punkte durch. Einverstanden?
Gruss
Konstantin
Heute ist Feiertag, naja, Early May Bank Holiday. Nicht wirklich ein Tag zum feiern, aber frei, will sagen keine Arbeit. Ich habe hier zwei shiny new big f*ck off hard drives rumliegen, und jene werde ich in meinen Mac einbauen. Alles neu installieren, alles rueberkopieren, das volle Programm. Das ist der Nachteil an shiny new big f*ck off cameras. Irgendwann ist kein Platz mehr auf dem Rechner, weil man ja staendig rumphotographiert.
Nachtrag, 4 Stunden spaeter: Alles erledigt, mit Carbon Copy Cloner alles auf eine externe Festplatte ruebergeschoben und danach den Krams zurueck auf die neuen Platten geholt, sehr schoen.

Etwas anderes faellt mir dazu nicht ein. Zumal man dieses Wort wunderbar pathetisch quasi ausstossen kann. Einatmen, die Zunge formieren, "shattered" entladen und auf dem Sofa halbtot zusammensacken. Unglaublich, in der Dose. Immerhin, Gordon's und Schweppes. Den extraordinaersten Gin and Tonic genoss ich im Ritz. Hat mich ein Vermoegen gekostet, aber worth every bloody penny. Bombay Sapphire, duerfte ja wohl klar sein. Und zum hundersten Mal: Der weltbeste drink hoert auf den Namen Gin AND Tonic. Please.
Recent Comments