"Get guns off the streets." Unter diesem Motto wurde vom 31. Maerz bis zum 30. April 2003 in England eine allgemeine gun amnesty erklaert. In dieser Zeit konnte jede Person jede Art von Waffe freiwillig in jeder Polizei Station abgeben, keine Fragen, keine Bestrafung, keine Verhaftung, egal welche Art von Waffe. "No questions asked."
In diesen vier Wochen wurden 43.908 Waffen (inklusive Luftpistolen, Gewehren, automatischen Waffen und Pistolen) und ueber eine Million Schuss Munition abgegeben. Die Amnestie war die sechste seit dem zweiten Weltkrieg, wurde im Radio und im Internet beworben und vom Innenministerium als erfolgreich bezeichnet.
Kritiker sagen, viele Waffen waren nicht funktionsfaehig, aber Tatsache ist, dass gun crime in London (und nicht nur in London) ein Problem ist, das waechst. Organisierte Kriminalitaet existiert natuerlich, und der Kampf um die illegalen Maerkte (sprich Drogen, Prostitution, Menschenhandel usw.) scheint immer brutaler zu werden.
Tatsache ist auch, jede Waffe, die nicht in einem Haushalt existiert, kann auch nicht benutzt werden.
Ich meine, das spricht fuer sich.

Ich stimme zu dass die Amnesie richtig ist, aber es stimmt nicht das Waffenkriminalität in London wächst. In dem letzen Jahn ist es, nach langzeiting wächsender Tendenz, um ein Viertel gesunken.
Posted by: Young Fogey | 27/02/2004 at 02:08
British Crime Survey sagt (was England und Wales betrifft) etwas anderes:
http://news.bbc.co.uk/1/hi/uk/3419401.stm
Posted by: Konstantin | 27/02/2004 at 16:00
Ja sicher, aber die Tendenz in London ist wahrscheinlich anders (siehe http://news.bbc.co.uk/1/hi/england/2769569.stm) als wo sont.
Aber wir sind ja eining über eine Amnestie.
Posted by: Young Fogey | 27/02/2004 at 17:56
Ich kenne ne Menge Briten, die das komplett anders sehen und mit dem Argument kommen, dass jetzt die "braven" Bürger keine Waffen mehr haben, sondern nur noch die "bösen".
Posted by: Lilli Marleen | 27/02/2004 at 21:21
Ich weiss, als ich das erste Mal die radio ads gehoert habe, dachte ich, was soll der Scheiss? Wenn ich ne Waffe loswerden will, schmeiss ich das Ding einfach weg. Ich denke, es gehoert aber auch courage dazu, zur Polizei Station zu gehen. Ob gut oder boese, Waffen sind eher untauglich zur Konfliktloesung. Knapp 44.000 weniger kann einfach nicht schaden.
Posted by: Konstantin | 27/02/2004 at 22:00
ich hab mir den artikel jetzt nochmals durchgelesen, weil ich folgendes nicht verstehe:
welchen beweggrund hatten die 44.000 bürgerInnen, ihre waffen abzugeben?
gabs irgendwelche goodies dafür?
greets nach london,
raho.
Posted by: rahomil | 04/03/2004 at 15:14
Tja, also ein goody ist sicher, nicht in den Knast zu wandern. Illegaler Waffenbesitz ist hier bis zu zehn Jahre wert.
Posted by: Konstantin | 04/03/2004 at 16:23