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Das gute alte Nummernschild, das an Kraftfahrzeugen aller Art angebracht werden muss und zur Identifizierung dient. Klingt bedrohlich langweilig, ist mir klar, es wird aber noch witzig. In England wurden die Dinger bis August 2001 nach einem einfachen Prinzip zugeteilt: Der erste Buchstabe gab das Registrierungsjahr an, z.B. "P" fuer 1997, den Rest der Kombination hat keinen interessiert. Allerdings war dann mit dem Y logischerweise der Rest des Alphabets erreicht, eine neue Loesung musste her.
Seit September 2001 funktionierts wie folgt: Die ersten beiden Buchstaben geben die Region der Zulassung an. Danach folgt eine zweistellige Nummernkombination, die das Jahr der Zulassung bedeutet, z.B. "02" steht fuer Maerz 2002, und 77 steht fuer September 2027. Als dritten Teil des Schildes gibts dann eine dreistellige zufaellige Buchstabenkombination.
Nummernschilder werden von der DVLA (englische Zulassungsstelle) dem Auto zugeordnet und normalerweise einfach mit dem Wagen weitergereicht, wenn man es denn verkauft. Das Ganze ist also ziemlich unbuerokratisch, und wenn man umzieht, muss man sein Nummernschild nicht aendern.
Spannend wirds, wenn wir ueber die Ausnahme reden. Als Halter des Wagens hat man naemlich die Moeglichkeit, sich bestimmte Buchstaben und Zahlenkombinationen zu kaufen und selbige sein Leben lang zu behalten, ganz gleich, welchen Wagen man besitzt, oder ob man den Wohnsitz wechselt.
Das schreit natuerlich nach Verruecktheiten: Initialen plus Geburtsjahr, Kaufdatum - irgendwie eingebaut, Zahlen die Glueck bedeuten, Hochzeitsdatum, Kurzbezeichnungen fuer das Auto, ganze Vornamen usw. Was man sich nur vorstellen kann, ist erhaeltlich und wird munter ge- und verkauft. Bei ebay wird heftigst versteigert, Loot hat seine Rubrik und selbstverstaendlich gibts massenhaft online Haendler, die, wenn man deren Angaben glauben darf, ueber 50 Millionen verschiedenen Kombinationen im Angebot haben.
Aber auch die Zulassungsstelle steht in nix nach. Auch hier kann man Wunschkombinationen suchen, kaufen oder ersteigern. Die Preise schwanken dabei ganz erheblich, aber, je weniger Buchstaben oder Zahlen, desto teurer. Und wenn ich sage teuer - we’re talking serious money, big time. Eine einfache personalised number plates Kombination, die sagen wir mal so aussieht:
Buchstabe + Zahl + dreistellige Initialen
geht fuer zwischen £200 und £600 ueber den Tisch, je nach Kombination. Wenn der Buchstabe ein A und die Zahl eine 1 ist, wirds natuerlich schon erheblich teurer. Beispiele fuer Preise folgen:

£3.300

£10.200

£22.000

£60.500
Diese Preise wurden von der DVLA erzielt, sind daher verbuergt und kein Bloedsinn! Dabei reden wir noch nicht mal ueber die kuerzesten Kombinationen wie "1 P" oder "3 F". Solche Schilder sind bis zu £100.000, in Worten einhunderttausend Pfund oder mehr wert. Noch Fragen? Wann immer man also in Kensington, Mayfair oder auf der New Bond Street einen "Roller" (charmante altmodische Kurzform fuer Rolls Royce) sieht, der eine solche Kombination hat, weiss man nun, dass man nur das Nummernschild verscherbeln muss, um sich ein wirklich gutes Auto zu kaufen.
Uebrigens ist die Kombination 888 plus ein Buchstabe nicht verkaeuflich und unglaublich viel wert. Die 8 ist eine Glueckszahl in China, und saemtliche in England zugelassenen Autos mit dieser Kombination gehoeren genau einer Familie, welche in London einen Wohnsitz hat. Und ich werde den Teufel tun und hier erzaehlen, wer das ist…
Und fuer jeden, der jetzt anfaengt loszulachen, sei folgendes erwaehnt: Ist dieses System nicht genial, um simplen Profit fuer den Staat zu erwirtschaften? Was der Staat dann damit macht, steht natuerlich auf einem anderen Blatt Papier, aber es kann mir doch keiner erzaehlen, das nicht z. B. Dieter Bohlen sofort fuffzich Riesen locker machen wuerde, um seinen Ferrari mit einem sportlichen "DB 1" auszustatten??? Auch wenn er dann vermutlich Probleme mit der Bahn bekommen wuerde, aber naja...
Posted by Konstantin Binder on 27/02/2004 in In London leben | Permalink | Comments (10)
"Get guns off the streets." Unter diesem Motto wurde vom 31. Maerz bis zum 30. April 2003 in England eine allgemeine gun amnesty erklaert. In dieser Zeit konnte jede Person jede Art von Waffe freiwillig in jeder Polizei Station abgeben, keine Fragen, keine Bestrafung, keine Verhaftung, egal welche Art von Waffe. "No questions asked."
In diesen vier Wochen wurden 43.908 Waffen (inklusive Luftpistolen, Gewehren, automatischen Waffen und Pistolen) und ueber eine Million Schuss Munition abgegeben. Die Amnestie war die sechste seit dem zweiten Weltkrieg, wurde im Radio und im Internet beworben und vom Innenministerium als erfolgreich bezeichnet.
Kritiker sagen, viele Waffen waren nicht funktionsfaehig, aber Tatsache ist, dass gun crime in London (und nicht nur in London) ein Problem ist, das waechst. Organisierte Kriminalitaet existiert natuerlich, und der Kampf um die illegalen Maerkte (sprich Drogen, Prostitution, Menschenhandel usw.) scheint immer brutaler zu werden.
Tatsache ist auch, jede Waffe, die nicht in einem Haushalt existiert, kann auch nicht benutzt werden.
Ich meine, das spricht fuer sich.
Posted by Konstantin Binder on 25/02/2004 in London ueberleben | Permalink | Comments (7)
Wer nach London zieht, braucht eine Bankverbindung. Es ist einfach unmoeglich, hier ohne ein Bankkonto zu ueberleben, no rocket science, in Deutschland ists nicht anders.
Um ein Bankkonto zu eroeffnen, braucht man im Regelfall einen Identitaetsnachweis, einen Jobnachweis und einen Addressnachweis. Wenn man eines oder mehrere dieser Dinge nicht hat oder nicht nachweisen kann, erntet man lediglich eines: Mitleidiges Laecheln.
Identitaetsnachweis: Reisepass oder Personalausweis. Eventuell bekommt man Probleme mit dem Perso, da dieser, sobald man sich in Deutschland abgemeldet hat, strenggenommen nicht mehr gueltig ist. Da man das Ding allerdings, sobald man ernsthaft nach England umgezogen ist, sowieso vergessen kann, wuerde ich gleich meinen Pass zuecken.
Arbeitsnachweis: Absolut unumgaenglich! Natuerlich muss auch ein Gehaltsnachweis enthalten sein. Wer freiberuflich ein bis zwei Stunden die Woche Kondomverpackungen gestaltet, kann unter Umstaenden Probleme bekommen, if you know where I’m coming from. Nichts gegen Kondomverpackungsdesigner, die Dinger sind schliesslich eine der wichtigsten Erfindungen dieses Jahrhunderts – aeh, die Kondome, nicht die Verpackungen.
Adressnachweis: Und hier wird es tricky. Da es in England nunmal keinen Perso gibt, gibt es per se auch keinen Adressnachweis. Im allgemeinen reicht eine sogenannte utility bill, d.h. z.B. eine Strom- oder Wasserrechnung. Nur wenn man gerade angekommen ist oder in einer WG wohnt, hat man sowas natuerlich nicht. Eine Loesung ist, den freundlichen Mitbewohner zu bitten, die Rechnungen auf den eigenen Namen umschreiben zu lassen. Das ist voellig legal, letztendlich ist es Thames Water oder wer immer das Wasser liefert, ziemlich piepe, wer das Ganze bezahlt, solange jemand bezahlt.
Ausserdem kann man noch versuchen, vom Vermieter eine Wohnsitzbestaetigung zu bekommen, ist aber auch nicht ganz einfach. Zuletzt gibts noch die Moeglichkeit, sich die Adresse von einem Anwalt bestaetigen zu lassen. Das wiederum kostet Geld, und wenn der Anwalt dann zunaechst mal utility bills sehen will, faengt man wieder von vorne an.
Hat man aber nun aber all diese Voraussetzungen erfuellt, steht einem eigentlich nichts mehr im Wege, um ein Bankonto zu beantragen. Man sollte vorher Freunde und Bekannte fragen, mit welchen Banken sie gute oder schlechte Erfahrungen gemacht haben. Genau wie in Deutschland sind die Banken in England natuerlich verschieden und haben unterschiedliche Konditionen. Ausserdem gibts viele websites, die das Ganze uebersichtlich darstellen, aber eines sollte einem klar sein. Am Anfang geht es im Grunde nur darum, eine Bank zu finden, die einen akzeptiert.
Und wenn man dann nach kurzer Zeit feststellt, dass hier sowieso fast alles per Scheck laeuft und wenig bis gar nix ueberwiesen wird, muss man nur noch lernen, den Scheck auch richtig auszustellen. Der freundliche Mitbewohner oder Arbeitskollege ist dann wieder mal gefragt...
Die vermutlich beruehmteste Bank und groesste (ehemalige) Privatbank Englands ist Coutts & Co. Coutts wurde 1692 gegruendet und noch bis 1990 waren Mitglieder der Familie Coutts in leitenden Positionen der Bank taetig. Heute ist die Bank Teil der Royal Bank of Scotland Group, aber bekannt ist sie vor allem durch einen prominenten Kunden: HM The Queen. Die alte Aura der Exklusivitaet der Kundschaft ist immer noch da. Einfach so ein Konto eroeffnen gibts nicht und wenn die bank manager zum Hausbesuch zur Ihrer wohlbetuchten Klientel kommen, erfolgt dies stets im morning suit. There you go.
Noch Fragen ? Im Forum von deutsche-in-london gibts Antworten.
Posted by Konstantin Binder on 20/02/2004 in In London leben | Permalink | Comments (23)
Und wieder gehts um eine englische Beruehmtheit, das legendaere Fruehstuck, auch fry up genannt. Es gibt Menschen, die essen es jeden Tag, und es gibt solche, die es verachten und schlicht fuerchterlich finden. Ich sage, es gibt mit Abstand nichts besseres als ein full on fry up am Sonntag morgen nach durchzechter Nacht oder nach einer langen clubbing night. Jeden Tag essen koennte ich es sicher nicht, aber wie gesagt, ein- oder zweimal im Monat ist es ein Genuss, allerdings hoechst ungesund und ganz bestimmt nix fuer den zierlichen Magen.
Je nach Landesteil ist die Liste an Bestandteilen verschieden, und die Kunst liegt darin, nicht nur alles gut zuzubereiten, sondern auch heiss auf einem Teller zu servieren. Ein gutes fry up besteht aus:
Fried egg
Baked beans
Bacon
Sausage
Black pudding (in Irland gibt es manchmal white pudding)
Fried tomato
Fried mushroom
Fried bread
Und ganz wichtig (meine Meinung nach): HP sauce zum Wuerzen. Das ist allerdings kein klassischer Bestandteil.
Wie man erkennt, drueckt sich in diesem Mahl eine typisch britische Angst aus, man koenne nicht genug Fett zu sich nehmen. Keine Sorge, an Fett herrscht kein Mangel.
Natuerlich sind alle Moeglichkeiten offen. Ich verzichte meistens auf bacon und black pudding (fuer Anfaenger, das ist so ne Art Blutwurst, die in dicken Scheiben gebraten wird). Auch die Pilze sind nicht jedermanns Geschmack. Wer mag, kann zum Beispiel Shitake Pilze verwenden, aber die ordinaeren Champignons tun es auch. Nur richtig gross sollten sie sein.
Und fuer alle, die nicht wissen was HP Sauce ist:
"HP Sauce, the original and the best brown sauce since 1899!
By appointment to her Majesty the Queen. 100% natural. No artificial colour. No artificial preservatives. No artificial flavours. Low in fat. Suitable for Vegetarians. Ingredients: Malt vinegar, tomatoes, molasses, spirit vinegar, sugar, dates, salt, cornflour, rye flour, tamarinds, soy sauce, spices, onion extract."
Jawoll, ja!
Und damit es nicht bei der blanken Theorie bleibt, folgt sogleich das Rezept fuer ein full on fry up, ohne Garantie auf Vollstaendigkeit, aber meine Fresse, es ist lecker!
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The secret to a good gourmet fry up is to abandon all thoughts of healthy eating – forget the grill – this meal is called a fry-up for good reason. To get full flavour, use just the one pan and transfer cooked ingredients to an oven warmed to 90 degrees until you’re ready for them.
By using the one pan, each item you cook absorbs the flavours of the other ingredients. Start with the sausages and black pudding. Sausages come in all shapes, sizes and flavours these days, but if you’re after a genuine fry up, go for the cheap and cheerful 100% banger. Don’t bother with posh sausages. Save them for a nice dinner with mashed potatoes and gravy.
Black pudding – this is essentially blood sausage, and it’s a lot nicer than it sounds. Promise. Heat a little butter in a pan and fry the sausages and black pudding slices slowly over a low heat. If the heat is too high, the sausages will burst and you’ll lose the juices. Turn often until they are golden. Transfer the sausages to the oven when done.
Next, the bacon. Put a little more butter in the pan. You can have streaky bacon if you like seriously crispy rashers (cook over a high heat until crunchy) or back bacon if you prefer (cook over a medium heat, do not allow to crisp). Either way, make sure you get dry cured bacon – it’s a lot better than the regular stuff, which exudes a horrid white goo when fried. Pop them in the oven with the sausages.
Onto the ‘healthy’ part of the breakfast. Put some olive oil in the pan, and fry halved plum tomatoes until they’re getting soft. Before they’re done, add a small knob of butter to them – it will improve their flavour. Put them in the oven along with everything else.
Mushrooms next. Large, flat open mushrooms. Add a load of butter to the pan and fry the mushrooms over a medium heat. Add olive oil as needed as the mushrooms soak up the juices from the bacon and sausage Salt and turn the mushrooms so they cook through. When they’re done, stick them in the oven.
At this point, pour a can of baked beans (only Heinz will do) and place on a very low heat. Stir occasionally.
It’s time for the fried bread (fried slice). Turn the heat up and use a lot of butter and oil. You’re going to shallow fry cheap white sliced bread. Do not even think of using proper baked bread. It won’t work. Fry the bread until it’s golden brown and crispy and pop it in the oven. One slice per person will be enough, I assure you.
Finally, the fried eggs, sunny side up. Turn the heat way down low and use a little olive oil in the pan. Crack the eggs in the pan and keep cooking on a low heat. You don’t want the white of the egg to bubble or crackle. The idea is to keep the egg white creamy and smooth while the yolk cooks. Lightly salt the yolk and add a touch of pepper if you like.
Now assemble your gourmet fry up on large warm plates. Sausage, black pudding, bacon, tomatoes, mushrooms, baked beans, fried slice and an egg on top.
Enjoy!
Sheena
Posted by Konstantin Binder on 17/02/2004 in Restaurants and Food | Permalink | Comments (9)
The Whitechapel murderer, besser bekannt unter dem Namen Jack the Ripper, davon ist hier die Rede. Zwischen August und November 1888 ereigneten sich in East London, genauer in den Stadtteilen Whitechapel, Spitalfields, Aldgate und City of London eine Reihe von Morden, die einem Taeter zugeschrieben werden.
Die Opfer waren Prostituierte, und der Herr Ripper war alles andere als gentleman like in der Art des Toetens - wir wollen uns hier die unschoenen Details ersparen. Wer der Ripper war, ist bis heute ungeklaert. Wieviele Frauen er ermordet hat, ist ebenso unklar. Man geht aber davon aus, das zumindest fuenf Opfer die seinigen waren, vielleicht mehr.
Und das wars auch schon. Wir haben also fuenf Morde und keinen Taeter. Im Jahr 1888. BFD (big f***ing deal).
Es ist wirklich komisch – gerade in den heutigen Zeiten, in denen Diktatoren, Generaele und Politiker seelenruhig Hunderte oder Tausende von Menschen umbringen – dass der ripper immer noch so viele Leute fasziniert.
Man sollte dazu erwaehnen, dass das Londoner East End im Jahre des Herrn 1888 nicht gerade ein Sandkasten war. Ich will nicht sagen, dass Morde an der Tagesordnung waren, aber Whitechapel war um die Zeit eine duestere, gefaehrliche, arme und dreckige Gegend, in der Tausende taeglich ums Ueberleben kaempften – buchstaeblich. Und ja, man mag es kaum glauben, es wurde gesoffen, geraubt, abgezockt, gehurt und auch gemordet. Wenn man sich die anderen Faelle ansieht, die eventuell auch dem ripper zuzuschreiben sind, weiss man, wovon ich spreche.
Jack the Ripper gehoert sicherlich zu den beruehmtesten sogenannten serial killers. Ungefaehr 50.000 Theorien wurden entwickelt, ueber einhundert Buecher wurden geschrieben, und trotzdem hat kein Sau jemals rausgefunden, wer der Kerl war – oder wars ne Frau?
Whitechapel jedenfalls kuemmert sich nicht drum, die Damen und Herren Bewohner haben sicherlich andere Sorgen. Man hat sich an die Touristen gewoehnt, die die Fundstaetten der Toten besuchen. Ja, auch ich war da, habs aber nach dem zweiten Ort aufgegeben, es ist einfach zu langweilig. Die gefuehrten walks sind Routine (wenngleich sie wirklich interessant sind) und das ist vermutlich auch gut so.
Wens dennoch interessiert, der moege sich der umfangreichsten Informationsquelle ueberhaupt zu wenden, dem casebook. Alles, aber auch alles zum Thema ist aufgefuehrt, die website ist wirklich spannend. Man braucht allerdings ein Wochenende, um sich durch die Dokumente durchzuarbeiten.
Und das der Moerder mit ziehmlicher Sicherheit alles andere als Jack hiess, sei hier nur am Rande erwaehnt...
Posted by Konstantin Binder on 15/02/2004 in London erleben | Permalink | Comments (5)
Diese Liste gibts schon seit laengerer Zeit im Netz. Anmerkungen in kursiv.
How do you know that you have been in London too long?
You say "the City" and expect everyone to know which one.
Was soll ich denn sonst sagen, London vielleicht?
You have never been to The Tower or Madame Tussauds but you love Brighton.
Ich werd den Teufel tun und ne Unmenge an Geld dafuer ausgeben, um mir doofe Wachsfiguren anzusehen. Da kauf ich mir doch lieber ne Kerze, ritz nen smiley rein, schau mir das Ganze an, und trink ein kuehles pint dazu. Ist erheblich billiger und macht mehr Spass. Und im Tower war ich nur einmal (Einladung) und ja, Brighton IST klasse!
You can get into a four-hour argument about how to get from Shepherds Bush to Elephant & Castle at 3:30 on the Friday before a long weekend, but can't find Dorset on a map.
Wo war nochmal genau Dorset?
Hookers and the homeless are invisible.
Hooker ist ein Wort, dass ich nicht mag. Wer in das Gewerbe nicht reingezwungen wurde und den Job gern macht, verdient auch Respekt. Und fuer wen homeless people invisible sind, der hat ein ernsthaftes Problem mit seiner sozialen Einstellung.
You step over people who collapse on the Tube.
Nope, nix da, siehe homeless.
You believe that being able to swear at people in their own language makes you multilingual.
Das braucht man gar nicht. Es reicht, in Englisch zu fluchen und zu schimpfen.
You've considered stabbing some one.
Mehr als einmal!
Your door has more than three locks.
Nein, unsere Nachbarschaft ist sicher und sehr angenehm.
You consider eye contact an act of overt aggression.
Overt aggression ist vielleicht etwas uebertrieben, aber…
You call an 8' x 10' plot of patchy grass a garden.
20' x 50' ist uebrigens bereits ein Park.
You consider Essex the "countryside".
Da ist was dran.
You think Hyde Park is "nature".
Hyde Park is alles andere als nature, und ausserdem gehoert der ganze Park, jetzt raten wir mal wem? Genau, der Queen! Wieso?
You're paying £1,200 a month for a studio the size of a walk-in wardrobe and you think it's a "bargain".
Ja Mensch, wenn die Gegend stimmt, ists gar nicht soooo teuer.
You pay more each month to park your car than most people in the UK pay in rent.
Theoretisch und praktisch ist das nicht uebertrieben. Dem Himmel (oder sonst wem) sei Dank, wir haben dieses Problem nicht.
You pay 3 pounds without blinking for a beer that cost the bar 28p.
Gutes Bier hat eben seinen Preis. Was soll denn das Gejammere!?
You actually take fashion seriously.
Bugger! You got me there.
The UK west of Heathrow is still theoretical to you.
Das ist ein boesartiges Geruecht und ueberhaupt nicht wahr. Jedesmal, wenn ich von Heathrow abfliege und der Flieger ne Kurve Richtung Westen macht, sehe ich die Gegend westlich von Heathrow in all ihrer Schoenheit.
You're suspicious of strangers who are actually nice to you.
Oi! You’re lookin’ at me? What’s your problem?
Your idea of personal space is no one actually physically standing on you.
Naja, etwas uebertrieben vielleicht.
£50 worth of groceries fit in one plastic bag.
Leicht. Kleine Plastiktuete reicht schon.
You have a minimum of five "worst cab ride ever" stories.
Minicabs only…
You don't hear sirens anymore.
Aeh, diese komischen bunten Wagen, die schnell fahren und viel Laerm machen???
You've mentally blocked out all thoughts of the city's air/water quality and what it's doing to your insides.
Wieso? Ist da irgendwas schlecht an der Luft oder am Wasser?
You live in a building with a larger population than most towns.
Nein, Gott sei 's getrommelt.
You use the words afe, blood, dem tief and ting.
It happened, it happened.
You wouldn't want to live anywhere else until you get married.
I AM married and I don’t want to live anywhere else. Now shut up!
When the news that someone has thrown himself under a tube train it's just someone trying to delay your journey.
Okay, okay, Selbstmorde sind nicht schoen, aber mal ehrlich, koennen sich die Damen und Herren nicht irgendwo anders umbringen?
Your day is ruined if you don't get a copy of Metro on the way to work.
Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah, wo ist meine METRO?????????????
Posted by Konstantin Binder on 13/02/2004 in In London leben | Permalink | Comments (4)
Um 1800 lebten in London fast eine Million Menschen, 1850 waren es schon ueber zwei Millionen. Durch den rapiden Bevoelkerungsanstieg in der Stadt kam es zwangslauefig zu Engpaessen was Begraebnisstaetten betraf. Es musste etwas geschehen, und 1832 wurde beschlossen, zusaetzlich zu den bereits vorhandenen sieben weitere Friedhoefe im Stadtgebiet einzurichten. Diese viktorianischen Friedhoefe sind heute bekannt als Magnificent Seven: Kensal Green, West Norwood, Highgate, Nunhead, Brompton, Abney Park und Tower Hamlets.
Highgate Cemetery, im Norden der Stadt, wird von vielen als der schoenste Friedhof der Magnificent Seven angesehen. Tatsaechlich ist es ein Juwel, vielleicht auch am bekanntesten dadurch, da hier der gute alte Karl Marx sein Ruhestaette hat. Aber es waere unfair, es dabei zu belassen, denn viele in London bekannte Menschen wurden in Highgate begraben, und die viktiorianische Architektur der Graeber ist einfach wunderschoen.
Highgate besteht aus zwei Teilen. Der oestliche Teil ist tagsueber zugaenglich (Eintritt 1£) und wird auch heute noch als Friedhof genutzt. Fuer den aelteren westlichen Teil muss man sich einer Fuehrung anschliessen. Die Fuehrungen werden organisiert von der Highgate Cemetery Charity, deren Mitglieder es sich zum Ziel gmacht haben, diesen einmaligen Friedhof zu pflegen und zu erhalten.
Highgate hat ca. 52.000 Grabsteine auf denen ueber 166.000 Namen eingraviert sind. Ueber 60 Grabstaetten sind denkmalgeschuetzt. Vieles ist natuerlich verfallen, ueberwachsen oder unter den Baeumen verschwunden, aber genau das traegt zur Atmosphere bei, und die wichtigsten Gebauede versucht man zu erhalten oder zu renovieren.
Paris mag Pere Lachaise haben, aber wir haben Highgate, so there.
Wenn man nach dem Besuch noch etwas Zeit hat, sollte man Swains Lane (die Strasse, die die beiden Friedhofsteile durchquert) Richtung Sueden folgen und unterhalb des Friedhofs rechts in die Oakeshott Avenue einbiegen. Die Haeuser in der Strasse gehoeren zum Holly Lodge Estate, genauer sind sie die sogenannten Holly Lodge Lady Workers' Homes. 1923 erbaut auf dem ehemaligen Landsitz von Baroness Coutts sollten die mansions als billige Unterkunft fuer alleinstehende Frauen dienen, die nach London kamen, um als Sekretaerin oder Bueroangestellte zu arbeiten.
Die meisten Wohnungen sind klein, man teilt sich Bad und Klo und die viele Bewohner sind immer noch alleinstehende Frauen. Heute werden die mansions vom Camden Council verwaltet.
Posted by Konstantin Binder on 12/02/2004 in Vergaengliches | Permalink | Comments (6)

© 2001 – 2011 Konstantin Binder. London ist gut zu mir gewesen. Ich denke, ich schulde es der Stadt, ab und zu ueber sie zu berichten. Est. 15 January 2004. No tourists were harmed or injured or shouted at (knowingly) in the making of this website. londonleben(at)mac(dot)com
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