Das geniale news concept aus Sued Korea, OhmyNews, hat jetzt ueber 33.000 Reporter, die auf der Seite posten. Wer sind die Reporter? Ganz normale citizens. Und das macht es einzigartig. Jeder kann seine Artikel einreichen, und je nach Beliebtheit der Beitraege werden sogar Honorare gezahlt. 33.000 blogger auf einem Gemeinschaftsblog? Nicht ganz, denn alle Artikel werden von Profis, in anderen Worten Journalisten, gecheckt und korrekturgelesen. Artikel koennen aber auch kommentiert werden, und das kennen wir doch aus der blogosphere.
Der groesste Unterscheid zum blogging ist natuerlich die Professionalitaet der Produktion. Also nix Wiki aber vielleicht “the future of Journalism”? Ohmy News ist bereits seit einigen Jahren online, und founder Oh Yeon Ho berichtet, der bisherige Rekord steht bei 85.000 Kommentaren zu einem Artikel. Die Software ist getestet und laeuft problemlos, sagt er. Das muss sie wohl auch, denn welches andere online publishing system kann diese Menge an Kommentaren verkraften? Zur Zeit versucht Ho, die Idee in Europa und Amerika zu verkaufen, denn die englische Ausgabe laueft schon laenger online. Werden sehen, was passiert. Einen news feed gibts natuerlich auch.

Leider hat der gute Jack Schofield ein kurzes Gedaechtnis. Dieses 'citizen reporter' Prinzip wurde schon vor Jahren von einer Gruppe junger idealisten umgesetzt, und inzwischen gibt es ein Nachrichtennetzwerk von ueber 100 Seiten auf fuenf Kontinenten. Jeder kann posten, die Redaktionsrichtlinien sind transparent, alles laeuft non-profit: Indymedia.
Leider scheint das Prinzip nicht mehr so den Zulauf zu haben wie noch 1999. Heutzutage wollen alle lieber selber bloggen, oder Geld (wenn auch wenig) fuer ihre Artikel bekommen. Indymedia war anders. Schade eigentlich...
Posted by: Frank | 22/07/2004 at 23:15