Feast of St. Stephen, der 26. Dezember, bekannt als Boxing Day in England, aber auch in Australien, Neuseeland und Kanada. Eigentlich ist das Ganze nix Besonderes. An Heiligabend (Christmas Eve) passiert eher wenig bis gar nichts, der 25.12. (Christmas Day) ist der Geschenketag und danach ist eben Boxing Day. Woher allerdings das Wort stammt, ist umstritten. Man koennte auch sagen, es weiss kein Schwein. Folgende Theorien werden angeboten, bestaetigt ist nicht viel, und einige dieser Erklaerungen sind offensichtlich kompletter Nonsens. Aber des Unterhaltungswertes wegen will ich nicht zensieren.
1. Boxing Day ist der Tag, an dem traditionell (will sagen vor Hunderten von Jahren) Haendler von Ihren zufriedenen Kunden kleine Aufmerksamkeiten, eben Christmas boxes, fuer guten service bekamen.
2. An Boxing Day wird der Grossteil der Geschenkekartons (boxes) weggeschmissen.
3. Angehoerige der adligen Oberschicht (and we’re talking years ago again) gaben Ihren Bediensteten an Boxing Day Geschenke in – surprise, surprise – kleinen boxes.
4. An Boxing Day gab es jedes Jahr Boxveranstaltungen.
5. Boxes in Kirchen, die fuer Spenden fuer die Armen bereitgestellt wurden, oeffnete man an Boxing Day.
Obige Erklaerungsversuche gibts in diversen Abwandlungen (abgesehen vom Boxsport) und allen ist gemeinsam, dass es ums Schenken nach dem eigentlichen Weihnachtstag geht. Vor allem an die Beduerftigen oder an alle, die dienen oder Dienste leisten. Sei es, Boxing Day ist auch in England der Tag, an dem die Familie zusammenkommt, vorausgesetzt, man hoert nicht auf eine Religionen oder Lebenseinstellungen, die mit Weihnachten nix am Hut hat, versteht sich.
Die Weihnachtszeit als Holiday Season zu bezeichnen, nur damit man politically correct ist, finde ich dann aber doch etwas uebertrieben.

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