Eine Untersuchung zu den Ereignissen am 30 Januar 1972 in Derry, auch bekannt als "Bloody Sunday", kommt zu dem Ergebnis, dass die britische Armee keine Schuld traegt.
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Eine Untersuchung zu den Ereignissen am 30 Januar 1972 in Derry, auch bekannt als "Bloody Sunday", kommt zu dem Ergebnis, dass die britische Armee keine Schuld traegt.
Posted by Konstantin Binder on 19/04/2005 in Politics | Permalink | Comments (0)
Nach vier Jahren traue ich mir zu, zumindest im Ansatz zu beschreiben, was das bedeutet. Hey, after all, es heisst nicht umsonst Notizen hier, so indulge me people. Viel hat sich veraendert in meinem Leben, seitdem ich im gemieteten Lieferwagen das Schild "You are now entering London" links neben mir im Rueckspiegel verschwinden sah. Was heisst das eigentlich? Leben in London? Leben in England? Leben in einem "fremden" Land?
Geschichte
Alles aber auch alles in England ist mindestens dreihundert Jahre alt. Gebaeude, Gesetze, Laengenmasse, alles. Get used to it and stop complaining.
Heimat
Ein fuerchterlicher Begriff. Ich bin viel gereist und bin als Knirps einige Male umgezogen. Heimat ist, wo man seine Wurzeln hat? Nonsens, Heimat ist, wo man wohnt und sich wohl fuehlt. Das hat nichts aber auch gar nichts mit Familie zu tun. London, here we go.
Geduld
Public transport. Das meint, sich in Geduld zu ueben. Ich bin ein public transport fan. Warum soll ich im Auto gestresst von A nach B fahren, wenn ich jemanden dafuer bezahlen kann, den job fuer mich zu erledigen? Tube, overland, buses. Die Berichte ueber public transport in London sind legendaer. Mein Leben ist allerdings zu kurz, um mich darueber aufzuregen. Ich bin insofern eine perfekter Fahrgast. Das heisst nicht, das ich bei Verspaetungen nicht den Fahrpreis zurueckerstattet haben moechte. Hey, I'm German after all. Aber ich habe einfach keine Zeit, mich darueber aufzuregen, dass der Zug schon wieder zu spaet ist. Wenn ich aus dem Fenster sehe und zum hundersten Mal die alten viktorianischen Strassenzuege bewundere. Was ist wichtiger? Fuer mich?
Geld
Schon erwaehnt. Reichlich teuer ist es hier. Sehr, sehr teuer. Was soll ich sagen?
Kraut Bashing
Fuck that for a lark. Die englischen tabloids nutzen jede Gelegenheit, um auf alten Vorurteilen herumzulatschen. Aber die deutschen Zeitungen sind nicht besser, denn sie greifen genau das auf, um sich ueber die Briten aufzuregen. Get over it, for God's sake! Get a life, you twats! Ich habe in vier Jahren nicht einmal, repeat, nicht einmal einen direkten verbalen Angriff zu meiner deutschen Vergangenheit erlebt. Und ich habe mit Muslims, Hindus, Juden, Christen, Atheisten, vegetarians, gay, bisexual, straight, vegans and what have you, maennlich wie weiblich diskutiert und zusammengearbeitet. Nicht ein einziges Mal!
Sprache
Darueber habe ich schon geschrieben. Die meiner Meinung nach einzige und echte Barriere. Das braucht Zeit. Na und? Ich hab Zeit, denn ich wohne und lebe hier und es wird jeden Tag besser. Nach ein, zwei Jahren masse ich mir an, nicht nur Schotten, Aussies, Geordies oder Liverpudlians verstehen zu koennen, sondern sogar sie unterscheiden zu koennen. Siehe Geduld. Alles braucht seine Zeit. Alles aber auch alles.
Sehenswuerdigkeiten
Lassen wir mal die Klassiker beiseite. Bleiben ungefaehr fuenf Millionen spannende Orte, Gebaeude, Plaetze, Strassen, Parks etc etc.
Tourismus
Ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Und saemtliche Touristen gehen saemtlichen Londonern ganz massiv auf die Nerven. Auch klar. Big deal.
Buerokratie
Oh boy, what a relief. Davon gibts hier eindeutig weniger. Das heisst nicht, dass der verbleibende Teil weniger buerokratisch sei. Genau derselbe Unfug, aber, wie erwaehnt, weniger davon. Angefangen beim nicht vorhandenen Lohnsteuerjahresausgleich bis zum Waehlen.
Royals
Nicht heute. Darueber reden wir spaeter.
Rough Areas
Aeh, ja? Wie gross ist die Stadt nochmal? Natuerlich gibt es Gegenden, die ich nach Einbruch der Dunkelheit tunlichst vermeiden sollte. Als Weisser, als Schwarzer, als Inder, als Jude, als Muslim, als whatever...
Kriminalitaet
Alltaeglich. London ist kein Kindergarten. Hier wird geklaut, geraubt, ueberfallen, vergewaltigt und gemordet. Ist das bemerkenswert? Nicht wirklich. Man entwickelt als Londoner eine normale Wachsamkeit, die nur am Anfang stoert. Irgendwann wird es normal, Teil der taeglichen Routine.
It's A Fast City
Yeah right, New York is a fast city. Heard about that, seen that. Glaubt hier wirklich irgendjemand, dass man in einer Stadt von sieben Millionen Einwohnern sicher ist? Sicher, as in sicherer Job? London ist hoeflicher, aber was nuetzt einem die Hoeflichkeit, wenn man hoeflich gefeuert wird? Fuer jeden freiwerdenden job stehen zehn neue Bewerber bereit, ebenjenen Job zu uebernehmen. Get real, mate. In London wird genauso schnell Geld gemacht oder verloren wie in Manhattan. Kein Unterscheid, wirklich.
Taegliches Miteinander
Mein Schatz erzaehlte mir von einer Busreise. Normalerweise sind Briten in der Tube und in Bussen eher zurueckhaltend, wass das miteinander Schwatzen betrifft. Aber in diesem Fall war es anders. Die meisten Fahrgaeste redeten miteinander. Kommunikation. Und nicht ein Wort in Englisch. How fucking cool is that? Aehm, das mag kindisch klingen, aber wie faszinierend ist das? Es gibt nicht eine Tag, an dem ich nicht ueber andere Kulturen und Laender lerne.
Food
Aaaaah! London hat im Vergleich zu New York und Paris die beste und groesste Auswahl an internationalen Restaurants. Schluss aus, Ende der Diskussion. Paris ist zu franzoesisch (was nicht schlecht ist, wenn wir ueber cuisine reden), und New York ist einfach nicht vergleichbar. London is the food capital of the world. Full stop.
Reich und arm
Nach einer Untersuchung vom Living Wage Unit muss man mindestens £6.70 pro Stunde verdienen, um in London einigermassen vertraeglich leben zu koennen. Das ist schon heftig wenig Geld. Der gesetzlich festgelegte Mindestverdienst in London betraegt £5.05. Zumindest gibts hier einen, nicht wahr? Jeder siebte Londoner verdient weniger als £5.80, und das wird als Armutsgrenze betrachtet. Noch Fragen?
Nationalismus
Darueber koennt man vermutlich ein, zwei, drei Buecher schreiben. Vaterland und so. Genau derselbe Quatsch wie anderswo. Ich glaube allerdings, dass das englische Nationalbewusstsein ziemlich angknackst ist. Daran ist wieder mal das verdammte Empire schuld. Genauer, der Niedergang desselben. Wirklich, Kinders, aufwachen bitte. Wir schreiben das Jahr 2005.
Rassismus
Oh year, you bet! Wer als Tourist London Bridge besucht, wird davon sicherlich nichts mitbekommen, aber Rassismus ist alltaeglich. Mit so vielen second generation Einwanderen ist das doch wohl vorprogrammiert. Hallo? Einwanderer? Ihr Schwachkoepfe, die Ihr nach verschaerften Regeln zur immigration schreit, wo kommen eure Eltern her? Alle hier geboren? Was ist mit deren Eltern. Britain ist eine Insel, schon vergessen? Geschichtsunterricht, schon vergessen? Ich bin, die Geschichte betrachtend, halb deutsch, halb polnisch, habe aber einen deutschen Pass. Wieso durfte ich vor vier Jahren hierher kommen? Get a life, you twats! Think about it, while eating Pizza and Tikka Masala.
Krieg
Es ist fuer mich, als Deutscher, seltsam, in einem Land zu leben, in dem Soldaten in den Krieg geschickt werden. Und ich meine nicht nur Irak. Bewaffnete Konflikte (in anderen Worten Krieg), gibt es in diversen anderen britischen Ex-Kolonien. Daran werde ich mich nie gewoehnen. Diskussionen ueber die Armee laufen hier auf einem anderen Niveau ab. Als ich meinen Zivildienst absolviert habe, let's face it, da gabs nicht den Ansatz einer Moeglichkeit, als deutscher Soldat erschossen zu werden. Das hat sich seither veraendert. Als Brite allerdings sieht das ganz anders aus. Britische Soldaten werden eher selten zum Saufen und Kartoffelschaelen angeheuert. Aber, Freunde, bei allem Respekt (und davon hab ich eher wenig), wenn ihr abgeknallt werdet, beschwert euch nicht. Das ist nunmal Teil eurer Jobbeschreibung.
Gangland
Organisierte Kriminalitaet? Tja, ich wuede mal sagen, das ist wohl moeglich. Gehts um Bereiche ausser Drogen, Prostitution, Menschenhandel, Cybercrime? Aeh nein? Irgendwas besonderes an London? Nicht wirklich.
Kultur
Kinos, Veranstaltungen, Konzerte, Initiativen, Radio, Museen, Galerien, Theater, Musik, Architektur, Clubs, you name it. We've got it. Es gibt nichts, was es hier nicht gibt.
Immigration
Ist ueberhaupt nicht schlecht. Ganz das Gegenteil. Davon lebt die Stadt, das ist einer der wichtigsten Saeulen, auf die die Stadt aufgebaut wurde. Und wer das nicht versteht, hat hier eigentlich nichts verloren.
Akzeptanz
Siehe Rassismus und Kraut Bashing. Ich habe das gesetzlich verbuergte Recht hier zu wohnen, zu leben und zu arbeiten. Ich nehme keinem Menschen einen Arbeitsplatz weg, weil ich im internationalen Vergleich beim Vorstellungsgespraech gewonnen habe. Und London ist Weltstadt. Schon vergessen? Also gibt es doch wohl einen internationalen Wettbewerb, oder? Tough shit. Deal with it.
Lebensstandard
Hoch. Nochmal hoch. Dreimal hoch. Das Wasser ist sauber (sort of). Ich habe Elektrizitaet, ne Heizung und ein Dach ueber dem Kopf. Ich habe Anspruch auf rechtlichen Beistand. Man sollte ab und zu mal etwas Bescheidenheit zeigen.
Polizei
Zu wenig, immer wieder zu wenig. Amerikanische "Vorbilder"?. Darf ich mal daran erinnern, dass der Besitz von Waffen im allgemeinen gegen das Gesetz verstoesst? Der Ruf der Metropolitan Police ist nicht sooo schlecht. Nichts und niemand ist perfekt. Aber die Jungs und Maedels sind ueberarbeitet und es kommt darauf an, in welchem Teil der Stadt man lebt. Als bei uns eingebrochen wurde, war die Reaktion der Polizei schnell, aufmerksam und professionell. Als im Buero eingebrochen wurde, sah das ganz ganz anders aus (falscher Stadtteil).
Hoeflichkeit
Daran kann sich der Rest der Welt eine fette Scheibe abschneiden, aber hallo. Die Selbstverstaendlichkeit, mit der in London hoeflich miteinander umgegangen wird, ist vermutlich fuehrend in der Welt. Ich habe irgendwann mal gelernt, dass es ziemlich entscheidend ist, "ein Busticket bitte" anstelle von "ein Busticket" zu sagen. Fand ich irgendwie einleuchtend. Dann kommt der Deutsche nach London und stellt fest, es gibt maechtig viele Menschen, die genauso denken.
Insel
Oh ja, es ist eine Insel, daran geht kein Weg vorbei. Es gibt andere Sprachen als Englisch, you see. And the great Empire, bei allem Respekt, ist im Arsch. Get used to it. Get over it. There ain't no Pound anymore. Get rid of it. Jesus!
Humor
British humor. Oh come on? Do I really have to mention that? Wenn ich nicht ueber mich selbst lachen kann, ueber die eigenen Unzulaenglichkeiten, ueber die eigenen Schwaechen. Was bleibt mir dann?
It's an exciting place. Decide for yourself.
Posted by Konstantin Binder on 18/04/2005 in In London leben | Permalink | Comments (25)
Out and about for a few days. See you later. Tuesday, that is.
Posted by Konstantin Binder on 13/04/2005 in About London Leben | Permalink | Comments (2)

Einmal im Jahr pilgere ich brav zu meinem Council Buero, um die Parkgenehmigung aufzufrischen. Anwohnerparken bereitet den Councils in London viel Freude, weil man damit bequem und einfach Geld machen kann. £90 pro Jahr kostet der Spass, damit kann ich leben. Mitbringen muss man proof of residence (es gibt keine Meldepflicht, remember?), V5, Fuehrerschein und Kohle. V5 ist das vehicle registration document, in anderen Worten, der Fahrzeugbrief. Fahrzeugschein gibts nich. Und von wegen, Verkehrskontrolle, die Papiere bitte, gibts auch nicht. Keine Ausweispflicht, keine Pflicht, irgendwelche Fahrzeugdokumente vorzuweisen. Wieso wollt ihr bitte meinen Fuehrerschein sehen? Ich wette, das Teil wird fotokopiert. Na von mir aus, sollnse. Mit dem Antrag alles einreichen, und fuenf Minuten spaeter haelt man seine Plakette in der Hand zusammen mit einem netten Anschreiben:
Dear Mr Binder
Re: Application for Resident Parking Permit
I am pleased to inform you that your application for a resident parking permit has now been approved. During the controlled hours the attached permit must be clearly displayed on the windscreen or nearside window of your vehicle, in the holder provided whilst parking in a resident parking bay.
Vielen Dank, lieber Permit Manager. Und naechsten Monat sind die Steuern faellig, seufz.
Posted by Konstantin Binder on 13/04/2005 in In London leben | Permalink | Comments (0)
Wagyu ist der Name einer Rinderrasse. Nicht irgendeine, das kann ich schon mal vorausschicken. Wie genau die Viecher aussehen, weiss ich nicht, aber sie produzieren das wohl feinste Rindfleisch der Welt. Vorausgesetzt, sie kommen aus einer bestimmten Region in Japan, welch Kobe heisst. Der Fettanteil bei Wagyu/Kobe ist relative hoch, und das Fleisch hat eine sehr schoene, wie soll man es nennen, Fettmaserung? Und weil es so einen hohen Fettanteil hat, kann man es auch prima ohne grosse Qualitaetsverluste einfrieren. Aber Vorsicht beim Grillen. Das ist nicht einfach, sagt man. Wenn es zu lange der Hitze ausgesetzt wird, schmeckts wohl nicht mehr so dolle.
Was das alles mit London zu tun hat? Im feinen Restaurant Zuma in Knightsbridge findet man einen Wagyu/Kobe burger auf der Speisekarte. Schoen mit Tomate, Salatblaettern, Gurke, Zwiebel und Senf. 200 Gramm Fleisch, lecker, lecker, alles dran. Na fast alles, denn chips gibts keine dazu. Die muss man extra bestellen. Und der Preis koennte einen vielleicht auch abschrecken. £55 fuer einen burger ist wohl nicht jedermanns Sache und meine ganz sicher nicht.
Posted by Konstantin Binder on 12/04/2005 in Restaurants and Food | Permalink | Comments (8)
Ein blau weisses Gebaeude am Nordufer, oestlich der Tower Bridge. Hier ist die Marine Support Unit stationiert. Die Londonder Wasserpolizei. Das Gebaeude ist vielleicht etwas ungewoehnlich, aber wenn dort die schnellen Boote nicht anlegen wuerden, wer sollte meinen, die MSU sei hier zu Hause. Die MSU ist an die Metropolitan Police angeschloseen. Kontrollfahrten, die MPS unterstuetzen, aber auch Taucher gehoeren zu der Einheit. Etwa 250 mal im Jahr sind sie im Einsatz, die Taucher, viele crime cases. Ein nicht einfacher und oft gefaehrlicher job, denn der Fluss kann unberechenbar sein.
Wenn die Touristen in den Ausflugsbooten an der Station vorbeischippern, vermutet wohl kaum einer, was sich sonst noch hinter den Waenden abspielen koennte. Aber hier werden die Toten aufbewahrt, die der der Fluss freigibt. 340 Kilometer ist er lang, the River Thames. Durchschnittlich einmal pro Woche wird ein Koerper angeschwemmt, die meisten im Stadtgebiet, und hier finden sie Ruhe. Fuer eine kleine Weile.
Die MSU ist fuer erste Untersuchungen zustaendig. DNA Entnahme. Keine angenehme Sache, wie man sich denken kann. Denn der Fluss ist unbarmherzig gegenueber den Koerpern, to say the least. Dann wird die Datenbank der Vermissten durchkaemmt. Aber der Grossteil der Nummern, die den Koerpern zugeordnet werden, hat nichts mit spektakulaeren Mordfaellen zu tun. Nichts, was die Journalisten der tabloids interessieren wuerde. Die meisten sind die Gescheiterte der Stadt. Die Verzweifelten, die keinen Ausweg mehr sehen, als den Fluss. Und der Fluss nimmt sie alle. Der Fluss ist geduldig. Kaum mehr als ein paar Minuten dauert es. Nicht nur die Kaelte des Wassers, die Stroemung tut ein Uebriges. Was fuer ein furchtbares Ende.
Wenn die MSU und die Metropolitan Police keine Hinweise finden, kann nicht mehr viel getan werden. Denn wenn ein Mensch nicht vermisst wird, wie soll er gefunden werden? Wenn kein Mensch fragt, gibt es keine Antworten.
In Wapping wurden vor langer Zeit Piraten und Moerder hingerichtet. Waehrend drei Tiden mussten die leblosen Koerper im Wasser haengen, bevor Angehoerige sie abnehmen durften. Heute ist von dieser schaurigen Vergangenheit nichts mehr uebrig. Nur die MSU tut ihren Dienst.
Posted by Konstantin Binder on 11/04/2005 in London ueberleben | Permalink | Comments (0)
Tja, das war es wohl. Mit etwas Glueck konnte man sie noch fuer £4.80 oder £4.95 bekommen. Aber jetzt heisst es fast ueberall £5.05 oder noch mehr. Die magische fuenf Pfund Marke ist durchbrochen und es gibt kein Zurueck. Denn dieser Kurs steigt unaufhaltsam. Fuenf Pfund. Das sind nach heutigem Kurs €7.28 oder US$9.37. Kein Wunder, dass die Queen freundlich laechelt. Schliesslich kriegt sie ueber die Steuern indirekt auch was davon. Ne Menge Holz fuer ne Schachtel Kippen.
Posted by Konstantin Binder on 07/04/2005 in In London leben | Permalink | Comments (4)
Royal Wedding Webcam. Die live Uebertragung im Netz. Glaubt man das?
Posted by Konstantin Binder on 07/04/2005 in Useless | Permalink | Comments (0)
Seit ueber 130 Jahren, genauer seit 1873, werden in einer Fabrik in Northampton feinste Lederschuhe fuer den Herrn gefertigt. Acht Wochen und 250 sogenannte "operations" braucht es, um ein Paar fertigzustellen. Handarbeit, versteht sich. Die Qualitaet ist superb. Schuhe von Church's gehoeren schlicht zu den besten nicht massgefertigten Lederschuhen der Welt. Um die £250 kostet ein Paar, aber das Geld ist sehr gut anglegt, denn im Vergleich zu guenstigen Schuhen halten Church's einfach viel laenger. Das Design ist seit Jahrzehnten unveraendert: Oxford, Monk, Brogue, Blucher, Loafer, die klassischen Modelle plus einige Variationen.
Church's gehoert mittlerweile zu Prada und ist auch in Nordamerika ziemlich erfolgreich. Aber die Expansion hat nichts an der Qualitaet der Verarbeitung veraendert. Wer sich dazu entschliesst, Geld in einem der Londoner Schuhlaeden von Church's zu lassen, sollte die Grundregeln fuer feines Lederschuhwerk beachten. Immer shoe trees dazu erwerben. In Holz natuerlich, Zedernholz ist am besten. Ansonsten verlieren die Schuhe ihre Form. Niemals, niemals Schuhe verleihen. Das Leder passt sich beim Eintragen an den eigenen Fuss an. Wenn moeglich, dem Schuh nach dem Tragen immer einen Tag zum Trocknen goennen. Und zuletzt, nicht bei den Pflegemitteln sparen. Wer all das beachtet, kann sich sicher sein, Schuhe zu besitzen, die man quasi vererben kann. Eine zweite Besohlung ist natuerlich kein Problem und, nicht ganz unwichtig, sie sind unglaublich bequem.
Posted by Konstantin Binder on 06/04/2005 in In London leben | Permalink | Comments (9)

© 2001 – 2011 Konstantin Binder. London ist gut zu mir gewesen. Ich denke, ich schulde es der Stadt, ab und zu ueber sie zu berichten. Est. 15 January 2004. No tourists were harmed or injured or shouted at (knowingly) in the making of this website. londonleben(at)mac(dot)com
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