Seit zehn Monaten wird dieses weblog von einem Mac angetrieben. Der Tiger schnurrt leise im Hintergrund. Ich habe keine Virenprobleme. Spotlight ist die genialste Erfindung seit geschnitten Brot. Ich habe in diesen zehn Monaten nicht einen, ich wiederhole, nicht einen Systemabsturz erlebt. Es gab nicht ein einziges Problem mit der Installierung von Treibern oder von Programmen. Vielleicht hatte ich damit Glueck, aber das ist mir piepe. Die Photobearbeitung auf einem Mac ist brilliant, und sexy sind die Rechner sowieso. Das Auge bloggt schliesslich mit. Das einzige, was ich mir vorzuwerfen habe ist, wie koennte es anders sein, dass ich erst jetzt umgestiegen bin. Nun, auch das ist mir egal, denn das ist Vergangenheit.
OS X ist das zur Zeit beste Betriebssystem, das man mit Geld erweben kann. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass sich das jemals aendern wird. Denn Windows wird immer hinterherhinken. Auf vier Longhornbeinen. In solchen Augenblicken kommt die PC Gemeinde regelmaessig mit dem Kostenargument daher. Fein, dass lasse ich gelten. Aber nur teilweise. Denn mein G5 baby kann ich ich in zwei oder drei Jahren immer noch bei ebay verscherbeln. Wenn ich denn wollte. Fuer gutes Geld. Waehrend mein letzter PC, der auch nur ein Jahr alt ist, (und woander seinen Dienst tut), heute genau gar nichts wert ist. Und genauso scheisse aussieht wie an dem Tag, an dem ich ihn gekauft habe. Siehe sexy weiter oben. Qualitaet hat einen Preis. Den bin ich bereit zu zahlen.
Auch ich hab mich einbinden lassen in das geschickte Jobs-sche Marketing Konzept. Nur die Mac Gemeinde produziert einen so intensiven hype um neue Produkte aus Cupertino. Warum? Weil die Produkte Sinn machen. Und pfiffig sind. Und wenn ich dafuer Geld ausgebe, ist das meine Sache. Und wenn ich daran Spass habe, brauche ich mir nichts vorwerfen zu lassen. Es entsteht fuer mich ein privater Nutzen. Fuer diesen bin ich bereit zu zahlen. Ich kaufe ja auch Musik, die mir gefaellt.
Neulich zeigte ich meinen Rechner einem Bekannten. Einem Windows Bekannten. Der erst Schritt war natuerlich nicht, das gute Stueck anzuschmeissen, sondern es zu oeffnen. "Wie jetzt, einfach so? Ohne Schraubendreher? Wassissn mit der Garantie?" Und dann fing der Spass erst richtig an. Wie man sich vorstellen kann.
Bei all der Lobhudelei sollte man nicht vergessen, am Ende des Tages ist Apple auch nur eine Firma. Es geht um Gewinnmaximierung und Ertraege. Steve Jobs macht seinen job nicht, um der Menscheit Loesungen fuer die Klimaveraenderung oder fuer die Bevoelkerungsexplosion anzubieten. Er macht seinen job, um Dividenden fuer die Aktionaere zu erwirtschaften. Aber, im Unterschied zu Microsoft, hat Jobs, wie ich meine, geniale Visionen. Und er schafft Produkte, die nicht preiswert sind, sondern den Preis wert sind.
Bleibt mir, einen Arbeitskollegen zu zitieren, der bei meinem ehemaligen Broetchengeber fuer die dort installierten Macs zustaendig war. Der Ausspruch stammt aus dem Jahre 1998, ich glaube, wir reden hier ueber Windows 95 oder was weiss ich was:
"Was ist der Unterschied zwischen Mac und Windows?"
"Aeh, keine Ahnung."
"Bei Windows heisst die Suchfunktion "search" und bei Mac heisst es "find"."
There you go.
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