Let the man go home and die in peace. It's been 42 years ago. Forty-two bloody years ago.
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Let the man go home and die in peace. It's been 42 years ago. Forty-two bloody years ago.
Posted by Konstantin Binder on 15/06/2005 in Politics | Permalink | Comments (3)

Zumindest nicht in London und nicht, wenn es nach der Firma Diageo geht. Die naemlich besitzt die beruehmte Brauerei in west London's Park Royal und will sie schliessen. Nicht nur das, der Plan ist, das in den 30ern von Sir Gilbert Scott entworfene Gebaude dem Erdboden gleichzumachen. Neue moderne Bueros sollen her und das fix, denn die Brauerei ist im Unterhalt zu teuer. Zurueck nach Irland heisst die Devise, nach Dublin, zur Hauptbrauerei, St James’s Gate. Guinness kaempft um Marktanteile, die Absatzzahlen sind nicht blendend. England steht noch immer an Nummer eins, gefolgt von Irland, und auf den drittgroessten Markt fuer das edle stout, Nigeria, kann man sich verlassen.
Die Brauerei wurde wegen der damals hohen englischen Einfuhrzoelle in London errichtet. Der junge Architekt Scott machte sich ans Werk, und Experten fragen sich heute, wie man so ein architektonisches Prachtstueck abreissen koennte. Es liegt eben nicht am Fluss, wie die beiden anderen bekannten von Scott entworfenen Gebauede, Bankside Power Station (heute Tate Modern) und Battersea Power Station. A work of pure genius oder einfach nur eine drohende Industrieruine? Organisationen wie die Twentieth Century Society oder Save Britain's Heritage haben da eine klare Meinung und versuchen den Abriss zu verhindern.
Anmerkung: Es ist sauschwer, vernuenftige Photos von der Brauerei zu machen. Die Hauptgebaeude sind hinter dem Schornstein, und das Gelaende ist weitraeumig mit Zaeunen abgesperrt.
Posted by Konstantin Binder on 14/06/2005 in Architecture | Permalink | Comments (1)
So gehts. Hyde Park only, chaps. Don't know about Rome or Berlin. Sorry. Wer (and more to the point, warum) hat sich eigentlich die www.live8.co.uk Adresse gesichert?
Update: Erste Schaetzungen besagen, dass Live 8 bis zu £20 Millionen durch die Ticketvergabe einnehmen koennte. Da jede text message £1.50 kostet, wuerde das 13,33 Millionen Versuche bedeuten. Insgesamt 66.500 Tickets werden vergeben, im praktischen Zweierpack. Wenn man annimmt, dass alle die Frage richtig beantworten, kommt man auf eine theoretische Chance von 1 zu 200 pro text message. Gar nicht so schlecht.
2. Update: Zitat von der website: "Promotion is open to UK residents and residents of the Channel Islands aged 16 or over."
3. Update: 13 Juni, jetzt geht nur noch Edinburgh. London ist abgelaufen, die Gewinner werden gerade ermittelt, ueber 2 Millionen entries, das heisst, die Chance, tickets zu bekommen ist hoeher, als urspruenglich angenommen (siehe oben). Ich bin mir sicher, dass bei ebay keine tickets erhaeltlich sein werden. Die Veranstalter haben den Auftritt von Pink Floyd bestaetigt. (Pink Floyd, f*cking hell!)
4. Update: Ich hatte in den letzten sieben Tagen so um die 6000 Besucher nur fuer diesen Artikel, (kein Scherz, visits, nicht page views). Das ist grundsaetzlich kein Problem, aber Bob, kannst Du mal Deine website so einrichten, dass nicht ich bei Google an erster Stelle stehe?
5. Update: Nein, ich weiss nicht, wie man ausserhalb der offiziellen lottery an tickets rankommt. In einem Kommentar steht, bei Make Poverty History gibts demnaechst noch Verlosungen. Ich kann das nicht bestaetigen.
6. Update: Auch ich hab ein paar text messages losgeschickt (God knows why, I'm too old for this nonsense, honestly). Und es wird hier keine Tauschboerse oder sonstwas geben.
7. Update: 14. Juni. Der Handel bei ebay geht los (kein link, das muesst Ihr Euch selber suchen). Das finde ich nur noch scheisse. Hoffentlich kuemmern sich die Anwaelte darum. Zuegig. Dazu ein Zitat von Geldof: "The people who are selling these tickets on websites are miserable wretches who are capitalising on people's misery. I am appealing to their sense of decency to stop this disgusting greed." Geldof rief dazu auf, "unmoegliche Gebote" abzugeben, in anderen Worten, Millionenbetraege, um die Auktionen zu stoppen. Und das, wie es scheint, ist bereits im vollen Gange.
8. Update 27. Juni. Es gibt weitere 55.000 Tickets! Und dazu noch fuer lau. Allerdings muss man dazu diesen Mittwoch, also uebermorgen, in London sein. Details findet ihr hier. Und Bob Geldof schreibt sich in der Tat ohne "r". Sorry Bob! Danke fuer den Hinweis.
Posted by Konstantin Binder on 14/06/2005 in In London leben | Permalink | Comments (63)
Gurkt der 4x4 immer nur in der Stadt herum? Kommt er nie raus, der Arme? Ins Gelaende, wo er hin gehoert? Und sieht das nicht peinlich aus, so ein netter Chelsea Tractor, aber immer gepflegt und kein bischen verschmutzt? Sorgt Euch nicht, denn es gibt SPRAYONMUD. For that authentic off-road look. Easy to use, einfach aus der Flasche auftragen. Und nicht vergessen, you've been visiting friends in the country. Sprayonmud, nur £7.95 inklusive p&p in der praktischen 750ml Flasche. Original Matsch aus dem lieblichen Shropshire. Fuer Ihren Offroader.
PS Ich glaube ja, das ist ein Scherz, weil so bescheuert kann man doch gar nicht sein. Oder? Please?
Posted by Konstantin Binder on 13/06/2005 in Useless | Permalink | Comments (9)

So hat der italenische Kuenstler Giancarlo Neri seine Skulptur genannt. Ab sofort bis zum 9. Oktober in der Naehe von Parliament Hill zu beobachten. So gross wie ein Haus, neun Meter hoch, "a monument to the lonliness of writing", wie der Erschaffer sagt. Mehr als sechs Tonnen Stahl und Holz. Was nun genau hinter des Kuenstlers Botschaft zu vermuten sei, ist mir voellig piepe. Ich finde es einfach nur Klasse.
Posted by Konstantin Binder on 12/06/2005 in London erleben | Permalink | Comments (9)
And Lemonia has been around for yonks. Mehr bei restaur.antville.org.
Posted by Konstantin Binder on 12/06/2005 in Restaurants and Food | Permalink | Comments (0)
"The Muslims in this country are OK. We are not linked to terrorism. We are well educated, we have good jobs. We don't eat curry all the time and we even have the odd drink now and again."
Was passierte, nachdem Tariq Ahmed seinen Namen in Daniel Jacob aenderte, kann man hier nachlesen.
Posted by Konstantin Binder on 11/06/2005 in Politics | Permalink | Comments (0)
Armin vom Ministry Of Propaganda hat sich tollkuehn in den magic roundabout in Swindon gewagt und die Fahrt gefilmt. Und bei IT&W kann man es sich ansehen. Grosse Klasse! Vorsicht, nichts fuer den zierlichen Magen.
Posted by Konstantin Binder on 11/06/2005 in Useless | Permalink | Comments (3)

Von bezaubernder Schoenheit soll sie gewesen sein. Es mangelte nicht an Bewunderern, selbst Geistliche waren ihr erlegen. Ihr Auskommen war gesichert, die Familie Hatton war vermoegend. Lady Elizabeth Hatton, Mittelpunkt der feinen Londoner Gesellschaft. Damals, Anfang des 17. Jahrhunderts. Verwitwet, Schwiegertochter von Sir Christopher Hatton, jung, lebenslustig. Sie verstand es, das sorgenfreie Leben zu geniessen. Im Januar 1662 lud sie zu einem Ball ein, und die zumeist adligen Gaeste kamen gern. Der Abend versprach amuesant zu werden. Zu spaeter Stunde oeffneten sich die Tueren zu Ihrem Ballsall, und ein eleganter Gentleman verlangte Einlass. Es war, so sagt man, der spanische Botschafter. Er trat auf Lady Elizabeth zu, bat um einen Tanz, und sie willigte ein. Sie tanzten hinaus in den Garten, in die Dunkelheit und verschwanden in die Nacht. Die belustige Gesellschaft dachte sich nichts. Wuerde sie zurueckkommen? Einerlei, es galt zu feiern und den Abend zu geniessen. Es wurde spaet, aber die Lady ward nicht gesehen. Niemand sorgte sich.
Im Morgengrauen des folgenden Tages wurde Ihr Koerper aufgefunden, buchstaeblich in Stuecke gerissen, in einem Hinterhof. Das Herz schlug noch fuer eine kurze Weile, und Ihr Blut bahnte sich den Weg zwischen den Pflastersteinen, dunkelrot, dickfluessig, langsam. Seit diesem Tag ist der Hof bekannt als Bleeding Heart Yard. Der Teufel selbst soll es gewesen sein, der den Koerper so zugerichtet hat. So sagt man. Oder war ein gehoernter Liebhaber verantwortlich fuer die Tat? In rasender Eifersucht? Lady Elizabeth's ghost kommt heute noch zurueck zum Ort des schrecklichen Verbrechens. Immer wieder. Und versucht verzweifelt, die Spuren Ihres Blutes von den Pflastersteinen zu entfernen. Immer wieder.
Den court yard findet man in Farringdon. Und der Name hat sich seit ueber dreihundert Jahren nicht veraendert. Bleeding Heart Yard.
Posted by Konstantin Binder on 09/06/2005 in Vergaengliches | Permalink | Comments (5)
Zu jeder vernuenftigen und erwachsenen Metropole gehoeren Geruechte ueber eine geheimnisvolle Welt im Untergrund. In Paris sind es die Katakomben, in New York die subway tunnels, und in London haben wir Whitehall. Whitehall, meaning Parliament Square, Parliament Street und Whitehall mit den angrenzenden Strassen, natuerlich einschliesslich Downing Street. Dass die britischen Militaers Zitadellen und Bunker moegen, ist wohl unbestritten, aber die einzige fuer das gemeine Volk zugaengliche Einrichtung in London ist Cabinet War Rooms. Darueber hinaus gibt es lediglich Vermutungen. Wir reden hier nicht ueber kalter Krieg Dinger sondern ueber neueste Technik in Sachen, Mist, jetzt aber zuegig ab in den Keller. Darueber spricht man nicht. Das hat man.
Zur Abwechslung will ich mich hier mal an den Spekulationen beteiligen, weil es mich fasziniert. Hey, ich bin auch nur ein Kerl. Gebt mir einen alten 911er, eine Modelleisenbahn und einen Tunneleingang, und ich bin gluecklich. Bestaetigungen von offizieller Seite sucht man wie gesagt vegeblich, allerdings wurde auch nie abgestritten, hoert, hoert. Im Netz findet man auch nur Vermutungen, obskure Eintraege in einschlaegigen Foren und fan websites. Also bitte sehr, hier meine Meinung, keine Belege, durch nichts zu beweisen, spekulativ, ein paar Fotos zur Illustration:
Selbstverstaendlich existiert ein unterirdischer Fluchtweg aus Buckingham Palace. Ich bezweifle, dass dieser zu Tube Stationen fuehrt, wie von einigen Leuten angenommen. Das waere, wie im Brandfall den Aufzug zu benutzen, und wie man weiss, ist das unklug. Vielleicht gab es das mal, aber ein Tunnel fuehrt mit Sicherheit von Buckingham Palace nach Whitehall. Warum? Erstens waren und sind die Royals viel zu wichtig fuer das Empire, als das man es riskieren koennte, sie als KIA in die Statistik eingehen zu lassen. Zweitens waere es einfach superpeinlich, eben jene wichtige Familie im Kriegsfall zu verlieren. "Hat jemand die Royals gesehen?" "Keine Ahnung, gestern waren sie noch im Palast... oh Scheisse." Nein, so laeuft das nicht.
Zwischen dem Institut Of Contemporary Art und den sogenannten Duke of York steps at The Mall befindet sich eine Tuer mit einer Klingel. Seit vielen Jahren wird darueber spekuliert, dass hinter dieser Tuer ein alter Zugang zu dem koeniglichen Fluchttunnel sei. Das halte ich fuer Unfug. Vielleicht war sie das mal so, die Tuer, denn der Tunnel wurde schon vor Jahrzehnten gebaut, aber heutzutage sind Fluchtwege nicht durch schnoede Holztueren zu erreichen. Klingeln bringt uebrigens nichts. Es macht keiner auf.
Das Ministry of Defence hat in den 90er Jahren unter seinen Hallen einen atombombensicheren Bunker bauen lassen: Pindar. Dieser Bunker ist Teil des Whitehall Tunnelsystems, genannt Q-Whitehall. Alle wichtigen Regierungsgebauede in Whitehall sind durch Tunnel miteinander verbunden, und im Notfall koennen Regierungsmitglieder dort fuer Monate in entsprechend eingerichteten Raeumen ueberleben. "Tony, wir muessen zum MoD rueber, die faseln irgendwas von nationaler Sicherheit." "OK, gehen wir zu Fuss, oder nehmen wir den Helikopter?" "Tony, wir haben eine Krisensituation, wir gehen durch den Tunnel." Macht Sinn oder? Wie gross Q-Whitehall ist, laesst sich schwer einschaetzen. Berichte von einer Ausbreitung bis nach Holborn halte ich fuer uebertrieben, aber klein ist es sicher nicht. Der Journalist Stephen Smith, (der wirklich so heisst), hat ein Gespraech mit einem Architekten gefuehrt, der in Bauaktivitaeten involviert war. Auf die Frage welche Gesamtlaenge die Tunnel in Whitehall haetten, lautete die Antwort, “I'd say there are about twenty-five miles of tunnels.” (Anmerkung der Redaktion: F*cking hell, twenty-five miles???)

An der Ecke The Mall und Horse Guards Road, gegenueber dem ICA, steht eines der scheusslichsten Ansammlungen von Baumaterialien Londons, die Admirality citadel. Das Gebaeude wurde in den 40ern errichtet, und schon Churchill hat sich darueber aufgeregt, wie grottenhaesslich das Teil sei. Richtig vermutet, es ist ein Bunker und gehoert zum MoD. Vermutlich wuerden sich heutige Bomben ueber das Ding totlachen, aber vor sechzig Jahren schien die Konstruktion stabil genug zu sein, um Angriffe zu ueberstehen. Die Admirality citadel gilt als Service Eingang, sozusagen als Lieferanten Eingang fuer Q-Whitehall. Ob das stimmt, sei dahingestellt.
Natuerlich sind Q-Whitehall und Parliament miteinander verbunden. Im Notfall muss die gesamte Politikerbande evakuiert werden, und Whitehall ist gleich um die Ecke. Ansonsten muessten sie in den Fluss huepfen, und das waere auch keine elegante Loesung. Das heisst aber auch, dass Parliament Square untertunnelt ist. Die Parlamentarier wissen vermutlich nicht genau, wo der Eingang zu finden ist. Es gab im Unterhaus diverse Anfragen re Q-Whitehall, die allesamt im Interesse der nationalen Sicherheit abgeschmettert wurde. Die Damen und Herren muessen das aber auch nicht wissen. Es reicht, wenn im Falle eines Falles eingeweihte Sicherheitsleute die Herde in die richtige Richtung treiben.
Ich glaube nicht, dass eine direkte Verbindung zwischen den MI6 headquarters und Q-Whitehall existiert. Erstens liegt das MI6 Gebaeude zuweit weg flussaufwaerts und zweitens auf der anderen Seite des Flusses. Ein Tunnelkonstruktion waere zu aufwaendig. Haette man diese Verbindung miteingeplant, haette man das Gebaeude naeher an Whitehall errichtet. Ausserdem liegt es im Interesse des MI6, autonom zu bleiben, auch im Notfall. Das Gebaeude hat einen eigenen Bunkerkomplex, angeblich zehn Stockwerke unter der Oberflaeche. Hey, was Ihr in Whitehall koennt, das koennen wir schon lange, so there.
Da Q-Whitehall enorm gross ist, braucht die Anlage Notausgaenge. Waere ja doof, wenn es voll mit Menschen ist, irgendwo ein Feuer ausbricht und keiner kommt raus. Ich gehe davon aus, dass man diese in diversen Hinterhoefen von Whitehall findet. Auch Trafalgar Square kommt in Betracht. Darueber hinaus stelle ich mir exits zu Tube Stationen vor. Just in case, just in case.
Fuer den Bau einer solchen Anlage braucht es entsprechend viele Leute. Kein Problem. Es gibt genuegend Firmen, die unter Geheimhaltungsverpflichtugen fuer Regierungsstellen taetig sind. Nur so kann sichergestellt sein, dass keine pikanten Details an die Oeffentlichkeit durchsickern. Ich moechte nicht wissen, was MI6 Maurer so verdienen. Das hat sich seit Jahrzehnten so bewaehrt. Man denke nur an Paddock, worueber ich schon berichtet habe. Selbst langjaehrige Anwohner hatten von dem Bunker nicht den Ansatz einer Ahnung.
Nochmal: Dies ist meine Meinung, und vielleicht ist das alles Tinnef. Na zumindest Pindar gibts auf jeden Fall. Da war naemlich die BBC schon mal drin. Auf Stippvisite. Als die Amerikaner im Irak mal wieder Weltherrscher spielten.
Posted by Konstantin Binder on 07/06/2005 in London unterirdisch | Permalink | Comments (7)

© 2001 – 2011 Konstantin Binder. London ist gut zu mir gewesen. Ich denke, ich schulde es der Stadt, ab und zu ueber sie zu berichten. Est. 15 January 2004. No tourists were harmed or injured or shouted at (knowingly) in the making of this website. londonleben(at)mac(dot)com
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