Anmerkungen in kursiv. Ich habe viel SpOn Nonsens gelesen, aber das hier geht zu weit. Der vollstaendige Artikel ist hier zu finden. Ich fasse es nicht.
"Unter massivem Polizeischutz erlebte London den Donnerstag einen Monat nach 7/7 (Ist der Begriff 7/7 bereits etabliert? Sollte es nicht zumindest "sogenannt" heissen?). Symbolisch (Symbolisch? Woher kommt diese Information? Belege bitte) wurde die Piccadilly Line wieder eröffnet. Passiert ist nichts, doch die Ankündigung neuer Anschläge durch al-Qaida torpedierte den Versuch einer Rückkehr zur Normalitaet (das scheint ein Fazit zu sein, woher kommt diese Erkenntnis? Ich erlebe das anders. Wer hat recht?).
London - Wenigstens etwas ist an diesem Donnerstagmorgen wieder normal. Sehr früh war einer der Fotografen des "Evening Standards" (es heisst "Evening Standard", der Genitiv scheint mir in diesem Fall unangebracht, Freunde) aufgestanden, um genau um 5.37 Uhr den ersten Zug der wiedereröffneten Piccadilly Line abzulichten. Seit den Anschlägen vom 7. Juli war die Linie geschlossen, die Bombe des Jamaikaners Lindsey Germaine (Seid Ihr noch ganz frisch? Mutmasslich! Der Mann ist NICHT rechtskraeftig verurteilt, er ist also im Augenblick unschuldig! Wer ist dieser Matthias Gebauer, der sich anmasst zu wissen, Lindsey Germaine sei schuldig? Aber, warum nicht auf das Niveau der "Sun" begeben, das bringt Leser) hatte den Tunnel unter der Station Russel Square beschädigt. Doch tief unten in der Station musste der Knipser (Fotographen des "Evening Standard" sind professionelle Fotographen, unabhaengig davon, ob sie selbststaendig oder fest angestellt sind. Sie sind mit Scherheit keine "Knipser") zunächst mit ganz anderen Problemen als seiner Kamera kämpfen. Dreist versuchte ein Dieb sich an seiner Tasche zu bedienen. Ist der Alltag also wieder eingekehrt? (Soll damit suggeriert werden, dass der Alltag im Londoner Untergrund darin besteht, dass einem die Taschen geklaut werden?).
Mit allen Mitteln versuchte die ganze Stadt heute zur Normalität zurückzukehren. Doch so richtig wollte die Übung nicht gelingen. Allein das massive Polizeiaufgebot verbreitete den Eindruck einer Stadt unter Belagerung. An jeder U-Bahnstation standen Beamte, teils mit schweren Gewehren (Was genau sind schwere Gewehre bitte? Die meisten Polizisten, die in London bewaffnet herunlaufen, tragen halbautomatische Waffen, aber schwere oder mittelschwere Gewehren habe ich noch nicht gesehen). Mehr als 6000 waren es, berichtete der stellvertretenden Polizeichef Garry Trotter am Morgen bei der Eröffnung der Piccadilly Line. Nach einem Tag im Untergrund von London hatte man fast das Gefühl, dass es noch mehr waren (Das nehme ich an, ist eine subjektive Wahrnehmung).
Überall blitzten in der U-Bahn und auf den Straßen die knallgelben Westen aus der Masse hervor ("Knallgelbe Westen blitzen hervor", was ist denn das fuer eine Sprache? In London tragen Polizei, ambulance drivers, Strassenarbeiter, lollypop ladies und Motorradkuriere "knallgelbe" Westen), die sich durch die engen Gänge und über die Bürgersteige schob. In Bereitschaft waren immer noch auch die Eliteeinheiten SAS (SAS? Wer hat das wann bestaetigt?) und Anti-Terror-Einheiten, um im Notfall sofort einzugreifen. Einen Monat nach den Anschlägen ist all dies zur Normalität geworden, die sich nicht so schnell ändern wird (Mutmassung, woher weiss der Autor, dass sich das so schnell nicht aendern wird?).
Genau vier Wochen nach dem 7. Juli 2005 waren die Bombenanschläge allgegenwärtig. In den U-Bahnen krächzten (interessante Frage, koennen Lautsprecher kraechzten, oder sind es die menschlichen Stimmen dahinter? Heisst es nicht kraechzen?) die Lautsprecher im Minutentakt, man solle seine Taschen nicht stehen lassen. Die für 56 Menschen tödlichen Bomben nennt die freundliche Frauenstimme im vollendeten britischen Understatement nur "Vorkommnisse" (Selbstverstaendlich wird von "incidents" gesprochen. Was, bitte sehr, wuerden denn die Berliner Verkehrsbetriebe sagen? Blutige Anschlaege? Hm?). Jeder aber weiß noch zu genau, was gemeint ist.
Die Zeitungen stimmen die Menschen auf weitere Gewalt ein. "London hält den Atem an", titelte die viel gelesene "Times". Wie alle anderen zitiert sie Polizeikreise, die eher früher als später mit einem neuen Anschlag rechnen (Wobei, lieber sogenannter Journalist, nichts aber auch gar nichts belegt ist, weder, dass die Attentaeter eine Verbindung mit der sogenannten al-Qaida hatten, oder mit sonstwem. Nobody doesn't know anything. Apart from our government, of course). Viele haben solche auch für heute erwartet. Andere Tageszeitungen machen mit den Horror-Erinnerungen der Opfer aus den U-Bahnen auf. Der Tod in den Tunneln der U-Bahn wird noch lange ein Thema bleiben (ganz sicher, fragt sich nur, auf welcher Art und Weise)."

Den seit geraumer Zeit fast durchgängig - auf eine spezielle Art einzigartig - grauenhaften Müll von Spiegel online nur noch sporadisch zu lesen, war eine wirklich gute Idee von mir.
Nie hättte ich für möglich gehalten, dass ausgerechnet der Spiegel sich einen Ableger leistet, der es Tag für Tag schafft, die "Bild" auf eine unsägliche Weise im Niveau zu unterbieten. Das betrifft nicht nur den hier in Rede stehenden Artikel - durchgängig, wie erwähnt. Leider.
Posted by: Paul | 05/08/2005 at 01:29
Der "Abstieg" von Spon gen YellowPress ist seit langem besiegelt. Wer Massen bedienen will muss sie mit Sex, Tot und Dummheit locken :-/
Posted by: Mario | 05/08/2005 at 10:03
Ich war es ja gewohnt die im Spiegel taeglich die Hiobsnachrichten aus Deutschland zu lesen, aber erst als das Blatt drei Korrespondenten nach London geschickt hat um auch von der Insel Kappes zu berichten ist mir klar geworden wie schlecht recherchiert und herablassend deren Berichterstattung ist.
Schreibt dem Spiegel doch bitte was ihr von diesem (und anderen irrefuehrenden) Artikeln haltet.
Posted by: Frank | 05/08/2005 at 11:52
Mein Senf dazu: Erstmal frage ich mich angesichts des erst seit kurzem von mir wahrgenommenen Spon-Kritisierens (böse zungen würden 'bashing' sagen), ob ich schlicht zu unkritsch lese oder es mir persönlch einfach nicht auffällt, was da für ein "unsinn" steht. oder ob ich einfach mit meiner meinung, dass spon eine gute journalistische onlinseite ist, in der blogwelt allein dastehe?
dein artikel ist aber auf jeden fall sehr gut, setzt er sich doch nahezu satz für satz mit dem geschriebenen auseinander. vielleicht liegt die subjektive wahrheit(tm) aber von journalist zu journalist bzw. blogger zu blogger immer im auge des betrachters...? dafür sind blogs ja auch da, und es ist gut, dass du kritik übst.
Posted by: Hanno (London-Blog.de) | 05/08/2005 at 16:46
Bashing ist ja auch nur Denglisch fuer Kritisieren ;-)
Aus meinen RSS subscriptions ist er schon vor Ewigkeiten rausgeflogen, vor ein paar Wochen auch aus meinen Bookmarks.
Die Artikel bei SpOn sind sehr oft extrem schlecht recherchiert und/oder falsch uebersetzt wenn von Englischsprachigen Quellen geklaut.
Wenn Du erst einmal eine Weile hier gelebt hast und Dich hier gut auskennst wirst Du merken wie oft Stories ueber Grossbritannien (oder wie im Spiegel immer wieder mal geschrieben England, selbst wenn sie Grossbritannien meinen) einfach falsch oder einseitig sind.
Dazu kommt ein gewisser Lokalpatriotismus den einige (und ich nehme an Konstantin gehoert auch dazu) entwickelt wenn man erst einmal eine Weile hier gelebt hat.
Ich bin jetzt praktisch seit 10 Jahren hier (in den 2.5 Jahren die ich zwischendurch in Muenchen war war ich im Geiste immer noch hier). Meine Heimat (http://www.ministryofpropaganda.co.uk/2005propaganda/20050802-home.shtml) ist jetzt hier in England. Wenn ich da schlecht recherchierte und tendenzioese/ tendenzielle/ wieheisstdasdennjetzt? Artikel lese die meine Heimat schlecht machen reagiere ich empfindlich.
Posted by: Armin | 05/08/2005 at 18:25
"Die Artikel bei SpOn sind sehr oft extrem schlecht recherchiert und/oder falsch uebersetzt wenn von Englischsprachigen Quellen geklaut."
Die hatten gestern erst noch (ist mittlerweile wieder verschwunden) im Zusammenhang mit dem Bombenbau "Flour" mit "Fluor" übersetzt. Es ist unfassbar.
Posted by: The Cartoonist | 05/08/2005 at 18:37
England - Grossbritannien, in der Tat. Armin, dem hab ich nicht viel hinzuzufuegen. Feiner Kommentar. Vielleicht noch eines. Ueber SpOn rege ich mich normalerweise nicht mehr auf. Wenn es Artikel ueber Grossbritannien oder London gibt, ist meine Reaktion erstmal "yeah, whatever".
Aber einen Menschen bewusst oder nachlaessig vorzuverurteilen, ist erbaermlich, billig und hat mit solidem Journalismus nichts zu tun. Das ist "Sun" Niveau. Vermutlich ist er einer der Taeter. Vermutlich. Es gibt noch nicht mal eine Anklage. Das war eigentlich nur der Aufhaenger, um mir den Artikel genauer anzusehen. Und die Fehler, die ich meine, entdeckt zu haben, sind mir innerhalb von wenigen Minuten aufgefallen. Weil ich hier wohne. Und weil ich hier lebe. Und weil ich Grossbritannien als meine Heimat betrachte. Und ja, weil ich einen Lokalpatriotismus entwickelt habe, der mir absolut nicht peinlich sein muss.
Und es regt mich masslos auf, wenn Schreiberlinge, die vorgeben, Journalisten zu sein, solchen Unsinn verzapfen, damit Menschen beinflussen, und kritiklos davonkommen.
Damit sind Sie gemeint, Herr Gebauer, falls Sie dies jemals lesen sollten.
Posted by: Konstantin | 05/08/2005 at 18:45
Ha Ralf, hab gerade kommentiert, als Du auch unterwegs warst. Ernsthaft? Ich glaube das nicht. Wie kann man nur so daemlich sein.
Posted by: Konstantin | 05/08/2005 at 18:47
Doch, ernsthaft. Ich kann den Artikel bloß in dem SpOn Chaos nicht mehr finden. Hab dich übrigens grad als 'Reporter' bei Majo reingetan. Mal sehen, wann er's bringt.
Posted by: The Cartoonist | 05/08/2005 at 19:23
So ganz kann ich die Kritik nicht nachvollziehen. "Krächzte" ist die Vergangenheitsform von "krächzen" und an dieser Stelle nach meiner Ansicht korrekt. Mit "schweren Gewehren" sind wahrscheinlich die Maschinenpistolen gemeint. Hierbei handelt es sich um vollautomatische Waffen. "Incidents" ist natürlich eine verallgemeinende Umschreibung, in Deutschland würde man sicherlich eher von "Anschlag" reden.
Posted by: Wilhelm | 05/08/2005 at 20:16
Ja, und Wilhelm heisst Willy auf englisch. Gute Nacht.
Posted by: The Cartoonist | 05/08/2005 at 20:21
Wilhelm, wenn mit schweren Gewehren Maschinenpistolen gemeint sind, warum schreibt man dann nicht Maschinenpistolen. Das zeugt nur von Unkenntnis. Normalerweise begegnet man in London bewaffneten Polizisten lediglich auf den Flughaefen.
Und Du kannst mir nicht im Ernst erzaehlen, dass in irgendeiner deutschen Stadt nach solchen Ereignissen in derselben Stadt die Lautsprecheransagen das Wort "Anschlaege" beinhalten wuerden. Das ist, mit Verlaub, entweder naiv oder dumm.
Posted by: Konstantin | 05/08/2005 at 20:37
The Cartoonist, eine wirklich sachliche Bemerkung.
Posted by: Wilhelm | 05/08/2005 at 21:43
armin:
ich bin gespannt, wie sich meine wahrnehmung deutscher nachrichtendienste und -quellen ändern wird, sobald ich ein paar monate dort lebe. dass sie sich verändern wird ist sehr wahrscheinlich. und spon werde ich jetzt kritischer lesen.
Posted by: Hanno (London-Blog.de) | 05/08/2005 at 22:26
Deshalb bin ich auch The Cartoonist; meine Kommentare sind an Sachlichkeit nicht zu übertreffen.
Posted by: The Cartoonist | 06/08/2005 at 09:03
dachte ich mir ;)
Posted by: Hanno (London-Blog.de) | 06/08/2005 at 09:50
Nun, der SpOn hat mit dem tatsächlich gedruckten Blatt kaum etwas gemein, die meisten der Online Artikel sind einfach schlecht recherchiert, schlecht übersetzt und stecken voller Fehler. Das Dumme ist nur, daß es eben gelesen und für gut befunden wird.
Posted by: The Cartoonist | 06/08/2005 at 10:56
Kommt mir irgendwie und irgendwoher bekannt vor: Auch nach den unterstellten Anthrax-Briefen an Adressen in Washington standen die Menschen (u.a. laut dpa) Schlange nach Gegenmitteln - nicht in meinen Apotheken. Nach den Schssen der beiden Irren, die als "Sniper von Washington" durch die Medien geisterten, lagen ganze Einkaufszentren verdet da - nicht mein rtliches "Home Depot", vor dem ebenfalls eine Frau erschossen worden war.
Als Tter weiss ich es selbst: Auflage bzw. Quoten mssen gemacht werden, also werden sie gemacht.
Posted by: WorldWideKlein | 07/08/2005 at 12:36
Servus
Dass sich viele nicht mehr mit dem Informationsbeschaffungs- und verarbeitungsstil von SpOn anfreunden koennen, ist ja schon laenger bekannt.
Was aber liest denn der Onlineinformierte von heute als Alternativen (ausser Weblogs :)?
Posted by: Alexander | 07/08/2005 at 13:21
Was aber liest denn der Onlineinformierte von heute als Alternativen (ausser Weblogs :)?
Für die regelmäßige Dosis News halte ich Google-News für ziemlich ausreichend – merke ich gerade an der Uni, wo FAZ-Abonnenten nicht besser übers Tagesgeschehen informiert sind als ich mit angepassten Google-News. Fördert jedenfalls das vergleichende Lesen unterschiedlicher Quellen, wobei das ja quasi Philosophie der Blogkultur ist.
Für Hintergründe und Diskurs kommt man aber m.M.n. an Print bzw. kostenpflichtigen Online-Angeboten nicht vorbei. Meine Wahl: Ein Taz-Digi-Abo, den Economist im Studentenabo mit Web-Login und ab und zu ein Milchkaffee um die Ecke zum Gratis-FAZ-Zeit-Süddeutsche-FR-Lesen.
Posted by: Jan Michael | 07/08/2005 at 14:04
Wirklich klasse Analyse und Kritik!
Diese manipulative, ungenaue, emotinale, spekulative, rumfantasierende Schreibe ist bei der Schülerzeitung namens Spiegel-Online in der Tat bei vielen Themen üblich. Merken tut man das als Leser aber wahrscheinlich nur, wenn man selbst über das Geschriebene auch aus anderen Quellen als Spiegel-Online (oder aus eigener Erfahrung) Bescheid weiß. Liest man nur oberflächlich, merkt man von dieser manipulativen und/oder fabulisierenden Art wahrscheinlich wenig.
Ich vermute ja, dass dieser Schreibstil, der eher ans Geschichtenerzählen als an einen Zeitungsartikel erinnert, aus der Not geboren ist: Spiegel-Online ist und war ein Minus-Geschäft für den Spiegel. Für gute Journalisten oder gute unabhängige Informationen haben die kein Geld. Also muss halt rumfantasiert werden. Investieren will der Spiegel anscheinend nicht. Also nimmt das Magazin Spiegel durch die immense Reichweite seines Online-Schülerzeitungsablegers Schaden. Verstehe das, wer will. Ich vermute, dass die Leitung beim Spiegel nichts mitbekommt. Snafu halt.
Interessant ist ja auch, dass Spiegel-Online tatsächlich von allen Seiten kritisiert wird. Von Links wie von Rechts wie von Unpolitischen.
Posted by: Lucomo | 07/08/2005 at 16:43
^^ Fabulisieren ist natürlich ein fabuliertes Wort. Tsss. :-)
Posted by: Lucomo | 07/08/2005 at 16:54
"Fabulisieren" ist ein ziemlich klasse Wort.
Posted by: The Cartoonist | 07/08/2005 at 19:05
Was aber liest denn der Onlineinformierte von heute als Alternativen (ausser Weblogs :)?
Zum Empfehlen sind in jedem Fall guardian.co.uk (als Druck mit 2,80€ in DE ausgesprochen teuer), die BBC und sueddeutsche.de (meist etwas langsamer als der Guardian und die BBC).
Als Druckausgabe, wie von Alexander genannt, auf jeden Fall die Süddeutsche.
Posted by: Felix | 07/08/2005 at 22:23
Bei aller konstruktiver (und berechtigter) Kritik, bleibt anzumerkern das in der BRdeutschen Medienwelt einiges seit einiger Zeit (genauer seit dem 11.9.) nicht mehr journalistisch korrekt abläuft.
Der Ausdruck "mutmaßlich" sowie die Verwendung des Konjunktivs scheint in deutscher Journalistenschule nicht mehr Untrichtsinhalt zu sein.
Auch das HeuteJournal sowie die Tagesthemen (immerhin die Nachrichtenflaggschiffe der öffentlich rechtlichen) haben seither immer wieder von Terroristen gesprochen wenn entsprechende Verdächtige igendwo auf der Welt gefangen, gesichtet oder sonstwie behandelt wurden.
Gleich ob sie nun unter rechtstaatlichen oder fragwürdigen Bedingungen überführt, entführt, verurteilt oder sonstwie behandelt wurden.
Ich halte das "embedded" sein und die Abhängigkeit der Journalisten von den jeweiligen Quellen für die Ursachen solch tendenziöser Berichterstattung.
Schlimm ist es allemal und es betrifft eben nicht nur die SpOn-Red. Ich denke, dass solcherlei Pseudo-Journalismus sogar eine demokratiegefhrdende Wirkung hat.
Ich bin der Aufassung das gerade eine kritische Beleuchtung wie sie hier dargelegt wurde, aufzeigt welche Richtung aufklärender Journalismus in Zukunft gehen wird und welche althergebrachten Medien sich selbst ins Off katapultieren. In diesem Sinne. Weiter so.
Posted by: Student | 08/08/2005 at 12:53
naja, ich stimme der beschreibung in spon auch nicht zu, was panik und stimmung hier in london town angeht.
allerdings finde ich es ein wenig zu kleinkariert sich ueber "kraechtzen" aufzuregen.
schade, denn so pingeliges fingerzeigen, das vermittelt mir eher das bild von gezielter fehlersuche und "in-der-luft-zerfetzerei" statt wirklicher analyse eines offensichtlich nicht stimmigen artikels.
aber wie gesagt, meine erlebnisse in zusammenhang mit den anschlaegen hier waren komplett anders, und jetzt vom 7/7 trauma zu schwafeln finde ich wirklich ueberzogen.
Posted by: Pascal | 31/08/2005 at 10:56