Teil 4 - Nebenkosten beim Kauf
Nicht zu verwechseln mit Nebenkosten nach dem Erwerb der Wohnung. Das kommt spaeter.
1. Stamp Duty. Ich denke, das kann man frei als Grunderwerabgabe uebersetzen. Wie man es letztlich in deutsch ausdruecken will, ist aber egal. Wichtig ist, es muss bezahlt werden. Die stamp duty richtet sich nach dem Kaufpreis und betraegt (Stand Maerz 2006, jeweils % vom Kaufpreis):
Up to £120,000 - nil
£120,001 to £250,000 - 1%
£250,001 to £500,000 - 3%
More than £500,000 - 4%
2. Legal costs. Ohne solicitor geht es nicht. Es gibt in England keine Gebuehrenverordnung zum Wohnungskauf. Das heisst, es lohnt sich, Angebote einzuholen oder Freunde oder Bekannte zu fragen, ob die einen guten solicitor kennen. Freier Wettbewerb. Natuerlich sind die Kosten aufwandbezogen. Ein einfacher Kauf einer Wohnung ist billiger als der Transfer einer Grossvilla. Grob geschaetzt laeuft es auf £400 bis £1,000 raus (einfacher, unkomplizierter Wohnungskauf). Nochmal, keine Garantie. Die Preise muss man sich erfragen.
3. Land Registry Fee. Der Grundbucheintrag kostet. Je nach Wert der Immobilie muss man zwischen £100 und £500 einkalkulieren. Bei richtig teuren Anschaffungen auch mehr.
4. Surveys. Die mortgage company wird auf einer survey bestehen. Je nach mortgage conditions, sind die Kosten inklusive, oder man muss extra bezahlen. Dazu mehr spaeter. Davon unabhaengig kann es sinnvoll sein, ein zweites Gutachten in Auftrag zu geben. Ab £250 ist realistisch. Eher mehr, bis zu £1000 ist durchaus normal.
5. Estate agent fees. Nicht als buyer. Der vendor bezahlt den agent.
6. Other fees. Der solicitor muss sicher stellen, dass die Immobilie auch tatsaechlich ohne Einschraenkungen verkauft werden darf. Das ist Teil seiner Arbeit, dafuer wird er bezahlt. Je nach Wohnung oder Haus kann diese Nachforschung einfach oder kompliziert sein. Unter Umstaenden fallen dann mehr Kosten an. Ein Beispiel zur Illustrierung: Ein Kollege wollte sich ein Haus mit einem Garten kaufen. Der solicitor fand heraus, dass auf dem Land im Garten ein uraltes Wegerecht eingetragen war. Das musste geklaert werden und hat somit extra gekostet.
Fazit: Fuer den Kauf einer £150,000 Wohnung sind £3,000 Kaufnebenkosten nicht unrealistisch.
In Teil 5 geht es um das budget: Wieviel will ich, kann ich ausgeben?

....hier fallen auch genug Kosten an....ob Kaufen..... oder Mieten und Geld anlegen...heute wuerde ich die 2. Variante nur in laendlichen Gebieten vorziehen. In den Staedten ( je nach Region )lohnt sich ein Kauf und der Verkauf nach einigen Jahren...siehe Trend hin zur Stadt.
Posted by: Roadjet | 06/03/2006 at 14:10
Ganz, ganz wichtig angebote fuer den solicitor einholen und darauf bestehen ueber die angelaufen kosten unterrichtet zu werden. Sonst erlebt man boese Ueberraschungen. Ich hab 4000£ an meinen solicitor bezahlen muessen!!!
Posted by: frank | 14/11/2006 at 23:54