Teil 9 - Wohnungsgroesse
Ganz einfach, klein. Weil man sich als Normalverdienender in London keine grossen Wohnungen leisten kann. Noch Fragen? Gut, gut, es waere klug, etwas ins Detail zu gehen. Zunaechst haben wir in London selbstverstaendlich fuer die Einteilung der Wohnungen eine andere, nennen wir es Masseinheit als auf dem Kontinent. Yard und Stirling, warum also bei Wohnungen gleichziehen? Bedroom lautet das Zauberwort. Ein one bedroom flat ist eine Zwei-Zimmer-Wohnung. Ein Schlafzimmer, ein Wohnbereich, entweder mit separater Kueche oder integriert, ein Badezimmer oder Duschbad. Das war es. Two bedrooms heisst uebersetzt drei Zimmer und so weiter. Eine Ein-Zimmer-Wohnung ist ein sogenanntes studio. Nach dieser Grobeinteilung wird die eigentlich Groesse der Zimmer angegeben, in feet natuerlich, was denn sonst. Bedrooms koennen winzig klein sein oder recht gross, dann spricht man von double bedroom. In anderen Worten ein grosses Doppelbett passt rein. Grosse Zimmer werden bei Renovierung und Umbau haeufig und gern in zwei kleine Zimmer umgewandelt. Schon haben wir ein two bedroom flat und somit wird es teurer.
One bedroom flats gibt es in London wie Sand am Meer, kein Wunder, das ist eine solide Wohneinheit fuer den modernen Grossstadtsingle. Der Preis der Wohnung richtet sich nicht unbedingt nach der Groesse. Lage, Kategorie, Art des Hauses, Anbindung an local transport, Ausstattung usw., das sind wichtige Kriterien. Die Groesse wird vor allem bei one bedroom flats schon deswegen eher ignoriert, weil sie alle zur selben Groesse tendieren, 30 - 40 qm ungefaehr. Ich schreibe bewusst tendieren, denn fuer alles gibt es Ausnahmen, wie luxurioes ausgestattete 120 qm one bedroom flats fuer eine halbe Million oder Loecher im Keller fuer etwas weniger Geld.
Vergessen wir mal die Extrembeispiele. Fuer eine nette one bedroom Wohnung in North London in einer netten Wohngegend, nicht zu weit draussen, sind £4000 bis £5000 pro Quadratmeter nicht unrealistisch. Und Unfug wie Flaeche unter der Dachschraege gleich halbe Quadratmeter kennt man hier nicht. Auch die Gesamtflaeche der Wohnung wird man in den Anzeigen der Makler kaum finden. Entscheidend sind hoechstens die Groessen der einzelnen Zimmer. Der Flur existiert, aber wie gross ist er? Nicht wichtig. Und das Badezimmer ist sowieso - klein.

Die Wohnqualität ist im Vergleich zu den Kosten nach meinem Dafürhalten generell einige Dimensionen schlechter als in Deutschland,da muss London aber gewaltig einige andere Vorteile bieten,um das in Kauf zu nehmen!
Posted by: Tina | 19/05/2006 at 20:13
Ähm: London ist DIE Stadt.
Mehr muss da gar nicht geboten werden.
Posted by: Daniel | 19/05/2006 at 21:03
Ganz genau.
Posted by: the Cartoonist | 20/05/2006 at 06:43
Mein Reden.
Posted by: Konstantin | 20/05/2006 at 07:34
Eben. :)
Posted by: Lasse | 21/05/2006 at 11:42
Hallo Tina,
stimmt vollkommen. Die Wohnungen in London sind ein Krampf. In Deutschland waere eine Powershower ein Grund eine Wohnung nicht zu nehmen, hier ist sowas super, weil die Wasserwerke keinen Druck auf die Wasserleitungen kriegen. Ausserdem sind die Fenster hier so duenn, dann man jeden Pieps hoert, der vor der Tuer gemacht wird und die meisten Wohnungen sind in einem hundsmieserablen Zustand.
ABER: das macht den Charme doch erst aus.
Posted by: Bernd | 24/05/2006 at 18:00
Hey Leute, wir kommen doch alle aus dem Land der Wertarbeit und des guten alten Handwerks! Wie wäre es denn also, selbst Hand anzulegen und so eine Bruchbude mal auf Vordermann zu bringen? Bin mir sicher, dann steigern wir die Lebensqualität hier Stück um Stück.
Und Ihr habt doch bestimmt schon vom "property ladder" gehört. Add value.
Posted by: chopstixx | 25/05/2006 at 16:31