Fuer den kleinen Digitalisierungshunger zwischendurch. Man nehme das alte Vinyl, einen Plattenspieler, einen Verstaerker, ein Kabel, das eine Ende cinch, auch als RCA bekannt, (zweimal cinch natuerlich, rechter und linker Kanal), das andere Ende 3,5 mm Stereo Klinkenstecker (bekannt aus Funk und Fernsehen und von Kopfhoerern, siehe Bild), einen Mac, die Software GarageBand und los gehts.

Die Herren Cinch und Klinken
Den Plattenspieler mit dem Verstaerker verbinden, dann tape out am Verstaerker mit analog audio in am Mac verbinden. GarageBand starten, new music project. Vorgeschlagene Einstellungen ohne Murren akzeptieren. Etwaig erscheinene Instrumente wie grand piano in die Tonne treten und im menu track, delete track klicken. Dann wieder im menu track, new track auswaehlen und die option real instrument waehlen. Fertig zum Aufnehmen.
Input Volume hochdrehen (siehe Bild), sonst kein Ton, logisch, Pladde auflegen, Tonarm irgendwo in der Mitte vom Song absetzen, mit track volume (siehe Bild) und master volume (siehe Bild) aussteuern. Dann Tonarm an den Anfang vom Song setzen und start recording klicken (siehe Bild). Schoen Musik anhoeren, dazu Wein oder Bier schluerfen und Erdnuesse knabbern. Wenn Ende von Musik: Stop recording klicken, macht Sinn, gelle.

GarageBand input volume

GarageBand track volume

GarageBand master volume

GarageBand record button
Dann menu share, export song to disk, dem Teil einen Namen geben und GarageBand arbeiten lassen (konvertier, konvertier, konvertier...). Wenn Mac fertig mit konvertier, Doppelklick auf das m4a file (wo immer man es vorher abgelegt hat, am besten einen folder anlegen), Musik spielt automatisch in iTunes ab, einen Namen geben, die Band und Musikrichtung nicht vergessen.
Fuer das naechste Stueck einfach den alten track in GarageBand loeschen und von vorn anfangen. Unter preferences/export kann man die Qualitaet fuer das finale m4a Dingens einstellen, mir reichen 128 kbps. Nach Lauschkontrolle der jetzt digitalen Musik ganz fix noch ein back up und das vinyl auf ebay verfloggen oder verschenken (bloss weg mit dem peinlichen Krams) oder was weiss ich was. Dann Freund und Feind mit alter Musik ueberraschen, die es noch nicht mal mehr auf CD gibt. Fertsch ist die Laube.

Mit guten Lautsprechern hoert man einen deutlichen Unterschied zwischen 128kb/s und alles was drueber liegt...
Posted by: schubi | 04/01/2007 at 18:46
Also zum archivieren wären mir 128kbit auch wirklich zu wenig. FLAC oder Apple Lossless komprimieren auch verlustfrei gut genug, um mehrere Platten auf CD/DVD zu bannen.
Posted by: Martin | 04/01/2007 at 19:04
Vinyl = peinlicher Kram ?!?
na na na .... !
Norbert *mit dem erhobenen Zeigefinger drohend*
;-)
Posted by: Speedking | 06/01/2007 at 06:33
Norbert, so einige meiner noch existierenden Platten sind peinlich, glaubs mir : )
Posted by: Konstantin | 06/01/2007 at 08:00
dann nicht digitalisieren? :)
Posted by: portsmouth | 07/01/2007 at 23:31