
Hard core Tube fans wissen natuerlich, wovon hier die Rede sein soll. Sie wissen ausserdem, dass die Meldung viel zu spaet kommt, ich hatte es schlicht vergessen. Aber die Tube Challenge ist so liebenswert bescheuert, sie muss hier einfach verewigt werden. Worum geht es? Travelling the London Underground in the shortest time, das heisst, alle 275 Stationen in einem Rutsch abfahren. Im September letzten Jahres wurde der alte Rekord gebrochen und natuerlich in das Guinness Book of Records eingetragen. 18 Stunden und 25 Minuten brauchten zwei Schweden und unterboten die alte Bestmarke um 10 Minuten. Die Tube Challenge existiert laut Guinness Book seit 1961 (wenn Briten etwas machen, machen sie es richtig, yes Sir), wobei man die alten Zeiten und Routen mit den heutigen kaum vergleichen kann. Zuviel hat sich in den Jahren in Londons underground veraendert.
Wer sich zutraut, den Rekord brechen zu wollen, findet bei Tube Challenge alle noetigen Informationen, inklusive der Regeln, die gar nicht so einfach sind. Die groesste Herausforderung besteht wohl in der Wahl der optimalen Streckenfuehrung. Heutzutage erledigen das natuerlich Computer, wie bei einem der Rekordhalter, Hakan Wolge zu erfahren ist. Aber auch diese koennen eines nicht berechnen, naemlich die Wahrscheinlichkeit, dass ein Zug an dem Tag zusammenbricht. Ich kann das gern uebernehmen, sie ist gross. Denn, wie man weiss, irgendwas geht in der Tube immer schief, und dann kann man den Rekord sozusagen in die Roehre treten..
Nichts fuer mich, ich wuerde der Langeweile wegen tonnenweise Buecher mitschleppen, und dann koennte ich zwischen den Zuegen nicht sprinten wie ein sighthound. Ich kann aber sowieso nicht sprinten wie ein sighthound, deshalb ist das also erst recht nichts fuer mich. Was ich allerdings wirklich mal in Angriff nehmen sollte, waere eine Linie komplett abzufahren. Bisher habe ich zumindest sieben Endstationen betreten, Heathrow, Brixton, Richmond, Elephant & Castle, New Cross Gate, Stratford und Stanmore. Eine Linie, einmal durch, kann doch nicht so schwer sein?
Morgen, ganz bestimmt, morgen mache ich das.










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