
Es war kein guter Tag fuer Sarah Fairbrother, Gattin von Prince George, Duke of Cambridge, damals im Juni des Jahres 1882. Ihr geliebter Yorkshire Terrier, Prince, lief unweit von Victoria Gate, Hyde Park vor eine Kutsche. Der gatekeeper der Victoria Lodge, Mr Winbridge, brachte das Tier in sein Haus, wo es verstarb. Der Duke zeigte sich hocherfreut, als Mr Winbridge sein Einverstaendnis gab, den Hund in seinem Garten zu begraben, gleich neben Cherry, einem anderen Terrier, der einer befreundeten Familie des gatekeepers gehoert hatte. Wer weiss, vielleicht bereute Mr Winbridge seine Freundlichkeit, denn es sollte nicht bei diesen beiden bleiben. Der kleine Garten hinter der Victoria Lodge im Hyde Park ist der einzige viktorianische Tierfriedhof in London. Dreihundert Tiere begrub man dort, offiziell, so heisst es, dreihundert, denn erst Mitte der fuenfziger Jahre legte man das letzte Grab an.

Der pet graveyard, auch faelschlicherweise cemetery genannt, denn eine Weihung fand wohl niemals statt, ist nicht oeffentlich zugaenglich, macht aber seine Pforten im Rahmen der Open House Days auf. Wenn man nicht weiss, wo sich der Garten befindet, kann man ihn leicht verpassen. Tierfriedhoefe sind in Anbetracht von Armut und Ueberlebenskaempfen von Millionen von Menschen sicher immer eine Diskussion wert. Der pet graveyard at Victoria Lodge zeigt einem eine jahrhundertealte Liebe der Menschen zu Haustieren, und vielleicht ist das alles einfach nur Humbug, Nonsens, Unsinn, Geldverschwendung, was auch immer. Vielleicht aber auch nicht. Fritz, Ponto, Kaiser, Quex, Monkey, Winks, Faust, Maudie, Butcha, Kim, Spot, Prince, Fifi, Nini, Tippo, Leo, Tar, Chin-Chin, Muffin..., so hiessen sie damals.
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