
Vor etwas mehr als zweihundert Jahren befand der spanische Adlige Don Jose Carreras Ferrer, es sei an der Zeit, seine Zigarren in London zu verkaufen. Mit Hilfe seines Sohnes Don Jose Joaquin gelang es im Laufe der folgenden Jahrzehnte, die Carreras Tobacco Company in England zu etablieren. Die Produktpalette wurde um Tabakmischungen und Schnupftabak erweitert, und das Unternehmen prosperierte. Mit zunehmendem Erfolg und der einhergehenden Expansion entschloss man sich Anfang der 1920er in Mornington Crescent eine neue Tabakfabrik zu bauen: Arcadia Works, the Carreras Building, heute Greater London House. 1928 eroeffnet, entstand dort die damals groesste Tabakfabrik der Welt.
Das Carreras building ist eines der schoensten Art Deco Gebaeude Londons, 168 Meter lang, mit einer prachtvollen Fassade, inspiriert durch aegyptische Architektur. 1958 fusionierte Carreras mit Rothmans of Pall Mal, die Fabrik wurde verkauft und 1961 in Bueros umgewandelt. 1999 erfolgte eine komplette Renovierung, und die Fassade erstrahlte in ihrem alten Glanz.
Ich koennte glaube ich stundenlang vor dieser Fassade stehen, um jedes Detail eingehend zu studieren. Dabei verstehe ich noch nicht mal allzu viel von Architektur. Eher gar nichts.






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