
Oder: Die wunderbare Welt der Luft- bzw Temperaturbearbeitung.
Ich hasse Hitze. Temperaturen bis fuenfzehn Grad empfinde ich als angenehm, sechzehn bis zwanzig zaehlt als geht so, und mehr als zwanzig bedeutet heiss. Ich hasse heiss. Meine Wohlfuehloptimum (schoenes Wort, frei erfunden) liegt also bei fuenfzehn Grad Celsius oder darunter. Minusgrade sind cool (har, har), minus fuenfzehn z.B. finde ich faszinierend.
Vor mehr als einem Jahr erwarb ich eine Klimaanlage fuer mein Schlafzimmer. Modell schwer aber rollbar, mit zwei Meter langem fettem Auspuff (Lambo Murcielago? Laecherlich, nix gegen mein Kuehlendrohr). Ich dachte mir, nicht mit mir, dachte ich mir, wenn es heiss wird, dann bin ich ausgeruestet. Etwas ueberdimensioniert vielleicht, bis zu fuenfzig Quadratmeter hiess es auf der Box, egal, lieber zu kalt als zu warm, siehe oben. Besonders schoen anzusehen war es nicht, dieses Kuehlmachdingens, aber man kann nicht alles haben. Guenstig in der Anschaffung? Nicht soweit ich mich erinnere. Naja. Ich plante abends an heissen Tagen das Kuehldings fuer eine Stunde anzuwerfen, waehrend dieser Zeit zu denken, ich habe sowieso keine Kinder, scheiss auf die Erderwaermung, um dann im kuehlen Schlafzimmer sanft einzuschlafen und von Eisbergen zu traeumen. Soweit der Plan.
Letztes Jahr hatten wir in London einen feuchten und kuehlen Sommer. Mit Betonung auf kuehl. Ich musste die Klimaanlage genau einmal anwerfen. Zweimal, aber der Testlauf zaehlt nicht. Dieses Jahr kann man den Sommer soweit sicher auch nicht wirklich als heiss bezeichnen. Immerhin, einmal im Monat das Monstrum abzustauben, ist ja auch spannend. Ob es ueberhaupt noch funktioniert?
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