Ueber den Marathon mache ich mich gern und regelmaessig lustig. Mir will einfach nicht in den Kopf, was Leute daran finden, 42,195 Kilometer bzw. 26 Meilen und 385 Yards zu rennen. Zumal die allermeisten Kandidaten den Job ja noch nicht mal richtig erledigen. Gehoert es nicht zum guten Ton, nach Erreichen des Ziels eine Botschaft zu verkuenden, um dann tot zusammenzubrechen? Also bitte. Aber es stoert mich nicht wirklich, sie verstopfen ja nur einmal im Jahr die Stadt, diese Renner, also was soll's.
Nun habe ich mir mal die Route angesehen, die sie in London nehmen. Ich renne nicht, ich gehe, also dachte ich, ich sollte die Marathon Strecke mal gehen. Und ich sollte per Photoapparatus versuchen zu dokumentieren, was man vor lauter Rennerei vielleicht nicht sieht und daher moeglicherweise verpasst.
Ich gehe 5 Kilometer pro Stunde, das macht 8,5 Stunden reine Laufzeit - in der Theorie. 42 Kilometer ist schon recht viel, also packen wir da mal mehr Zeit rein, Pausen machen, etwas essen, den Photoapparatus benutzen, sagen wir mal elf bis zwoelf Stunden fuer die komplette Aktion. Met Office sagt, dieser Samstag soll ein schoener Tag werden, dann nehmen wir doch einfach den Samstag.
Updates an dem Tag bei Twitter.
Freitag abend: Die wenigen Sachen, die man braucht, um irgendwohin zu gehen, sind gepackt. Public transport ist zwar kaputt (logisch, bank holiday weekend), aber nicht schrecklich kaputt, morgen frueh kann es los gehen, so hoffentlich ab 7:00 Uhr oder so, Greenwich Park. Der Plan ist, 26 Photos zu twittern, eines pro Meile, mal sehen, wie sich das entwickelt. Doof nur, dass unterwegs keine Getraenke gereicht werden, alles muss man selber machen. Und ueberhaupt, Toiletten, was ist mit Toiletten? Gut, dass ich ein Kerl bin. Finish Green Park 19:00 Uhr. Spaetestens. Wish me luck.
Der Tag danach: 9 Stunden 26 Minuten, doch schneller als erwartet. Sicher keine Rekordzeit, aber das wollte ich ja auch nicht. Nochmal machen? Nein, dazu orientiert sich die Strecke zu viel und zu lange an breiten Strassen, macht ja Sinn. Aber Spass hat's trotzdem gemacht, keine Frage.

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