(XL)
Frueher: vergesst die olle Oxford Street, geht zur King's Road. Heute: vergesst Oxford Street und die olle King's Road, sind beide schlecht. Ich, auf Anfrage.
Es gab mal Zeiten, da bin ich gern die King's Road rauf und runter geschlendert. Leute angucken, Geschaefte angucken, in einem Cafe einen Happen essen, es gab schlechtere Arten, die Zeit zu verbringen. Chelsea und Fulham, West London, Hauptverkehrsstrasse, Einkaufsstrasse.
Noch frueher, in den 60ern, war die King's Road (auch als bekannt als THE King's Road oder als Kings Road, grmpf) beruehmt fuer fashion shops, kleine Geschaefte, individuell, kreativ, Malcolm Mclaren betrieb hier seine Boutique, die Jungs von Led Zeppelin hatten hier ein record label. Davon ist nicht viel uebrig geblieben, die chain stores haben die Strasse erobert, vermutlich koennen sich heute auch nur grosse Firmen die Mieten dort leisten. Gelangweilte reiche Chelsea kids treiben sich herum, teure Autos, die King's Road ist ganz nett, einmal, dann verliert sie ihre vermeintliche Einzigartigkeit und veroedet in der teuren Eleganz. Das erste Starbucks "Cafe" im Koenigreich hat hier aufgemacht, was soll einem das wohl sagen.
It is just a boring fashionable shopping street.
Aber, und deswegen erwaehne ich sie hier, sie heisst ja nicht umsonst King's Road, die Strasse diente Charles II of England als Privatstrasse. HM wollte ungestoert nach Kew reisen koennen, wann immer es ihm danach geluestete, und wie das so ist, mit den adligen Machthabern, eine Strasse wurde eben gebaut. Bis 1830 war die King's Road eine Privatstrasse, nur ausgesuchte (und wichtige) Menschen durften sie benutzen. Keine schlechte Idee, so eine Privatstrasse, allerdings auch recht aufwendig im Unterhalt wuerde ich behaupten.
Oh, und es heisst, dass Thomas Arne hier im Haus 215 King's Road "Rule Britannia" komponiert hat.
Also bitte.

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