Ich mache das nur fuer mich. Ich habe das immer behauptet. Am Anfang war das sicher anders, denn vor fuenf oder sechs Jahren gab es keine deutschsprachigen London Blogs. Ich aergerte mich ueber den Mangel an Information ueber diese grossartige und einzigartige Stadt. Es gab die ueblichen touristisch angehauchten websites, sicher, aber persoenliche Beschreibungen? Gedanken? Gefuehle? Begeisterung? Nichts. Meckern oder selber besser machen? Selber machen, ob besser oder nicht, naja, das mag jeder fuer sich selbst entscheiden.
Mittlerweile mache ich es nur noch fuer mich selbst. Aus demselben Grund, aus dem Alfred Wainwright vor vielen Jahren die besten Wanderfuehrer der Welt gezeichnet und geschrieben hat. Der Erinnerung wegen. Irgendwann werde ich die Stadt nicht mehr erkunden koennen, so wie ich es jetzt tue. Irgendwann werde ich mich vielleicht sogar aus meiner geliebten und ungeliebten Stadt zurueckziehen, wer weiss. Wenn es soweit ist, werde ich unzaehlige Erinnerungen haben, festgehalten in Texten und Photos, und ich kann die die Augenblicke nochmal erleben, wann immer ich mag, wo immer ich mag.
Da ist er: der beste und einfachste Grund, ein Blog zu betreiben. Der Erinnerung wegen.
Lob bekomme ich, immer wieder. Ich freue mich sehr darueber, und ich fuehle mich geehrt. Ich glaube, ich schreibe das auch regelmaessig als Antwort, wenn sich ein Leser bedankt. Etwas anderes faellt mir dazu nicht ein, denn es ist so wie es ist.
Aber umso mehr freue ich mich ueber Lob von einem Experten: Mark Howells-Mead. Experte zum einen, weil Mark ein, wie ich finde, wirklich wunderbarer Photograph ist, der Photographie so betreibt, wie ich sie mag. Aber in diesem Zusammenhang viel wichtiger: Mark ist Londoner. Born and bred. Wenn eine Londoner schreibt, dass London Leben gar nicht so schlecht sei, dann glaube ich das einfach mal. Und ich danke und fuehle mich geehrt.
Thanking you kindly, much appreciated.
PS The Captain Kidd is fabulous.
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