Ich habe viele Jahre in Verlagen gearbeitet. In Goettingen, bei Steidl, hat man mir das Handwerk beigebracht. Rechte und Lizenzen hiess das damals und heisst es wohl auch heute noch. Guenter Grass, natuerlich, aber ich hatte auch das Vergnuegen und die Ehre, viele andere Autoren und Photographen kennenzulernen. Die eine oder andere Ausgabe der "Blechtrommel", von "Ein weites Feld" und von anderen Titeln sind nicht so ganz ohne meinen Einfluss entstanden. Ja, darauf bin ich stolz. So there.
Ich bin kein Autor und werde nie einer sein. Ich bitte darum, dass nicht als Koketterie zu verstehen, ich weiss schon, wo ich fuer mich selbst Grenzen zu ziehen habe. Ich schreibe drauflos und pack den Krams ins Internet, wenn es nicht gefaellt oder falsch ist, wird man mir das schon sagen. Das mag ich beim Bloggen. Aber eines weiss ich. Ich schreibe ueber Dinge, die mich bewegen. Das ist wichtig. Alles, was ich hier preisgebe, um es mal dramatisch zu formulieren, ist ehrlich. Alles andere waere auch dummes Zeug.
Zwei Buchprojekte wurden mir angeboten, eines war schlicht absurd, das andere scheiterte an der Tatsache, dass der vermeintliche Verleger nichts mit dem Begriff Frankfurt anfangen konnte. Aehm, Buchmesse, you know? Thanks, but no thanks.
Wer sich online bewegt, wird angesprochen. Ich habe fabelhaft interessante Menschen kennengelernt, und den einen oder anderen dash of weirdness kennengelernt. Und ich habe Tipgeber erlebt und erlebe sie immer noch. Manche schreiben spontan, weil ihnen etwas auffaellt, oder weil sie eine Idee haben. Andere begleiten dieses Blog seit Jahren und versorgen mich mit Ideen und Links. Dafuer bin ich unendlich dankbar. Das ist Inspiration.
Ich schreibe immer noch hauptsaechlich fuer mich selbst, aber vielleicht hat sich der Gedanke quasi verselbststaendigt, wer weiss.
Dies ist London. Ich liebe diese Stadt.
Postskriptum: Lieber Uwe, vielen Dank. Manchmal melde ich mich nicht, ich bitte darum, das nicht falsch zu verstehen, ich schaetze Deine regelmaessige Versorgung sehr.
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