16 bisher dieses Jahr.
Mehr als 17 pro Jahr - im Durchschnitt. Ich spreche von Fahrradfahrern, die auf Londons Strassen durch Verkehrsunfaelle ums Leben kommen. Sechzehn. Das ist in absoluten Zahlen und im Vergleich nicht sehr hoch. 2009 starben in London 13 Fahrradfahrer, 88 Fussgaenger, 41 Autofahrer und 39 Motorradfahrer im Strassenverkehr. Ich weiss nicht und kann auch nicht einschaetzen, ob das im internationalen Vergleich hoch oder niedrig ist, aber wenn es mal wieder einen Fahrradfahrer erwischt, wie jetzt aktuell zwei kurz hintereinander an der gleichen Stelle, dann bewegt mich das. Weil das nicht einfach so passiert. Sondern weil jemand nicht aufgepasst hat. Fuer ein paar Sekunden.
Just a few seconds. And that's it.
Seit 2003 werden auch in London nach vielen Unfaellen mit toedlichem Ausgang die sogenannten ghost bikes von Freunden und Verwandten der Unfallopfer aufgebaut, zur Erinnerung und zur Mahnung, a tribute to a fallen cyclist.
(XL)
Menschen haben sich ueber das Erscheinungsbild der ghost bikes beschwert. Sie wuerden in Wirklichkeit einen falschen Eindruck vermitteln und Londoners vom Fahrrad fahren abbringen.
Ich halte das fuer dummes Zeug. Ich weiss aus Erfahrung wie wichtig es ist, Verkehrsteilnehmer immer wieder daran zu erinnern, dass wir cyclists keine Knautschzone haben, und dass LKW gegen Fahrrad immer 1:0 ausgeht. Immer. Und es ist nunmal Realitaet, dass Fahrradfahrer ueberfahren werden.
Fussgaenger bleiben stehen und lesen die Nachrichten, die an den weiss gestrichenen Fahrraedern angebracht sind. Ich sehe ghost bikes an und denke, ich sollt auch mal wieder etwas ruhiger fahren, nicht immer auf meiner Vorfahrt bestehen, nicht... cycling ist manchmal nicht so einfach hier.
Ghost bikes sind Mahnmale, wir sollten sie wichtig nehmen, sie entstehen, weil Menschen erinnern moechten.

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