Famoses Essen auf der Wiese unterhalb von Kenwood House, selbst zubereitet, die Leckereien, natuerlich, dazu ein Glas Wein oder zwei, picnic eben, wie es sich gehoert, dann langsam Richtung deckchairs, vielleicht die Decke auspacken, wenn es spaeter etwas kuehler wird, die Musik geniessen und zum Ausklang selbstverstaendlich, wie koennte es anders sein, "Rule Britannia" und "Jerusalem", fabelhaft, einfach fabelhaft.
English Heritage Picnic Concerts, Kenwood House, Hampstead, London, "Last Night of the Kenwood Proms".
Die Thames Clippers operieren mit einer Lizenz von Transport for London, genauer London River Services. Public transport fuer Pendler also, aber auch Touristen fahren natuerlich mit den schnellen Schiffen. Sehr zu empfehlen: Tate to Tate, fertig mit der einen Tate, ab in den clipper zu anderen Tate. Die Reisezeiten sind gar nicht schlecht, mit bis zu 28 Knoten, also knapp 52 Kilometern pro Stunde duesen die Katamarane ueber den Fluss. Wer keine Lust auf Ausflugsboote hat, deren Kapitaene oder erste Offiziere oder was weiss ich wer immer wieder dieselben Geschichten erzaehlen, fuer den sind die clippers eine gute Alternative, um z.B. raus nach Greenwich zu fahren. Und bei London Leben kann man sehen, wie sich eine Fahrt ab Canary Wharf bis nach London Bridge quasi anfuehlt und anhoert. Das Ding ist fast komplett, die kurzen Wartezeiten an den Anlegestellen muss man sich dazu denken.
Aufstieg ab Wast Water, National Trust car park via Mickledore, Abstieg via Corridor Route, Sty Head, ca. 11 Kilometer, 950 Hoehenmeter, 5 bis 6 Stunden Gehzeit. Scafell Pike ist Englands hoechster Berg und nicht leicht zu besteigen. Der Aufstieg ist relativ steil, aber einfach zu finden. Sowohl von Wasdale aus als auch in der Nordflanke, die ich fuer den Abstieg genutzt habe, herrscht in einigen Abschnitten Steinschlaggefahr. Jeweils ca. 150 Hoehenmeter fuehren durch Geroellrinnen, die man mit Vorsicht angehen sollte, besonders wenn Ungeuebte vor einem steigen. Die Corridor Route ist an zwei Abschnitten (Stand April 2008) durch Erosion stark mitgenommen. Davon abgesehen ist der Berg ein wahres Prachtstueck. Die Aussicht vom Gipfel ist formidabel, vor allem hinunter nach Wasdale und bis zur Irish Sea aber auch in die andere Richtung. Bei Nebel kann die Route am Gipfel schwer zu finden sein, aber es gibt genuegend cairns.
Fazit: Phantastisch, alles dabei, was man sich wuenscht, von einem gut gepflegten Weg bis zu steilen Geroellabschnitten, ein wenig Hand anlegen, aber nichts Dramatisches, phantastische Aussicht, einige exponierte Abschnitte fuer den kleinen Nervenkitzel, wirklich toll, unbedingt empfehlenswert, feine Tour. Aber: Scafell Pike ist kein einfacher Berg. Bei Nebel kann man sich sehr schnell verlaufen. Ohne Kompass und Karte sowie die uebliche Ausruestung geht gar nix.
Ben Nevis, hoechster Berg in Great Britain, 1344 Meter (4406ft), Normalweg: Pony Track, auch bekannt als Tourist Track, ab Parkplatz Glen Nevis Visitor Centre (Google maps link), ca zwei Kilometer von Fort William entfernt. Der Weg ist leicht zu finden, allerdings vor allem im oberen Drittel voll mit Geroell und bei Naesse nicht ganz einfach zu bewaeltigen. Die Entfernung zum Gipfel betraegt ca. acht Kilometer, dazu 1300 Hoehenmeter, reine Gehzeit hin und zurueck also zwischen fuenf und sieben Stunden. Gute Schuhe, gute Kondition, regenfeste und warme Klamotten sind unerlaesslich. Ben Nevis ist kein Spaziergang, und der Aufstieg kann vor allem bei schlechten Wetter gefaehrlich werden. Im Schnitt ist es am Gipfel sechs bis sieben Grad kaelter als im Tal, dazu Nebel und Sturm, Erschoepfung - es gab und gibt am Berg staendig Unfaelle mit Wanderern, die sich selbst ueber- und die Folgen von schlechtem Wetter wie Unterkuehlung unterschaetzen.
Fazit: Mir hat es Spass gemacht, aber ich wuerde Ben Nevis vermutlich nicht mehr besteigen. Vielleicht bei perfektem Wetter und dann mit Einstieg eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang. An Tagen mit gutem Wetter ist der Weg einfach zu voll. Die Highlands haben im uebrigen sehr viele Bergen anzubieten, die spannender und schoener zu besteigen sind, obwohl die bereits erwaehnte Nordflanke vom alten Ben wirklich prachtvoll ist. Trotzdem, feiner Berg, definitv die Besteigung wert. Einmal.
Damit meine ich nicht etwa solche Underground Movies. Vielmehr meine ich Filme und TV-Serien, in denen der London Underground vorkommt - und sei es nur für wenige Sekunden. Klar, daß sich bereits jemand die Mühe gemacht hat, alle Filme dieser Gattung aufzulisten. Fast schon ein wenig obsessiv. Wie auch immer, hier findet man The London Underground in Films & Television. Allerdings scheint in den Filmen die Tube fast immer störungsfrei zu laufen. Und wenn sie nicht störungsfrei läuft, dann liegt das an den Monstern, die sich in den Tunnels breitgemacht haben. Wer aber schonmal die Tube zur Rush-Hour benutzt hat, der weiß, daß es dort Monster gibt. Und zwar tausende.
Manchmal habe ich genug von London, dann kann ich die verdammte Stadt nicht mehr sehen und muss raus. Die Kueste ist nicht weit, sie ist in ganz Britain nicht weit. Wenn man keine Berge hat, nimmt man eben die Kueste, schaut aufs Meer und laesst den Tag den Tag sein. Samstag war so ein Tag, ich musste raus und typisch, ich Morgenlichtfanatiker erhob mich schlaftrunken um 4:00 Uhr und weilte zwei Stunden spaeter am Meer, unten in Kent, in Dungeness am suedoestlichsten Zipfel Englands. Was fuer ein unwirklicher, einsamer, furchtbarer, wunderschoener Ort, zwischen Dover und Brighton. Niemals wuerde ich dort leben wollen. Niemals und unter keinen Umstaenden. Aber dort wohnen Menschen.
Ich dachte erst, ich sollte haufenweise Bilder posten. Dungeness ist ein Traum fuer photobesessene Menschen. Stattdessen entschied ich mich, eine Kamera aufs Stativ zu packen, sie einmal herumzudrehen und etwas dazuzusagen. PS: Wie ich heute gelernt habe, spricht man es “danjschness” aus, nicht “dangness”. Talking of lebenslanges Lernen. Mehr zu Dungeness gibt es beim diamond geezer.
Nicht bekannt? Old Kent Road ist die Badstrasse Londons. Die billigste Strasse in der british Monopoly edition. Und damit gleichzeitig Ausgangspunkt fuer den wohl anstrengensten pub crawl ueberhaupt, den Monopoly pub crawl. Cheers! Ausserdem, wie nicht anders zu erwarten, ist es ein staedtebauliches Juwel. Angeblich soll hier Londons erster drive-through McDonalds eroeffnet haben. Dolle Sache. Na jedenfalls macht Photos schiessen auf der Old Kent Road nicht so viel Sinn, also muss ein Film herhalten.
All right boys and girls, let's get this baby on the road. Keep your foot hard on the pedal. Son, never mind them brakes. We've got a looong way to go but a short time to get there. Wilde Verfolgungsjagden, eine Ampel bei fast rot, Geheimbotschaften auf einem Lieferwagen, that's entertainment. GTA San Andreas? Vergiss es. Old Kent Road rulez. 11.3 MB, 2 Minuten und 40 Sekunden geballte Spannung in einer der schoensten Gegenden Londons.
Recent Comments