Was will man machen. Die Strasse gibt's wirklich.
File under: Chronistenpflicht. Oder Pflichtphoto. Oder wie auch immer. Charles Dickens hat's erwaehnt. Ha! Aber der hat auch alles erwaehnt.
Was will man machen. Die Strasse gibt's wirklich.
File under: Chronistenpflicht. Oder Pflichtphoto. Oder wie auch immer. Charles Dickens hat's erwaehnt. Ha! Aber der hat auch alles erwaehnt.
Posted by Konstantin Binder on 16/05/2013 in Other Stuff, Vergaengliches | Permalink | Comments (0)
England ist keine Fussballnation. Sie spielen hier Cricket, Darts, Rugby und Tennis. In der Reihenfolge. Beinahe haette ich "wir" geschrieben. Warum nun ausgerechnet ein Fussballspiel zwischen zwei deutschen Mannschaften in England ausgetragen wird, ist mir komplett schleierhaft. Champions League oder wie das heisst. Noch dazu in Wembley. In Wembley finden Konzerte statt. Und ab und zu spielen sie dort diesen American Football Quatsch. Aber Fussball? Schon lange nicht mehr.
Jedenfalls werden am 25. Mai geschaetzt fuenfhunderttausend gefuehlt fuenf Millionen Bayern München und Borussia Dortmund Fans in London einfallen, die Londoner daran zweifeln lassen, ob Britain wirklich den Krieg gewonnen hat, und Pubs, ueberteuerte Hotels und Restaurants bevoelkern, ordentlich saufen und laut groehlen. Man kennt das.
Blitz 2.0.
God help us.
Aber, wie man hier sagt, it is what it is. Finden wir uns damit ab. Und weil es passieren wird, dachte ich, schreibe ich einen kleinen Ratgeber. Zum Thema Fussball. Fussball in England. Wembley. All das. Ich kenn mich damit aus. Mir macht keiner was vor.
Zunaechst mal: 1966, Wembley, der Ball war drin.
Nachdem wir das geklaert haben, folgen nun praktische Tips fuer den Tag.
Hier wird Bier getrunken. Unheimlich viel. In Wembley haben sie natuerlich massenhaft Bars, die sind nur nicht billig. Hier die grossartige Idee: vor dem Spiel in den pub gehen. Irgendwo rund um Wembley. In der Naehe, eine paar Tube Stationen entfernt. Super Idee. Auf die Idee sind aber bereits fuenfzig Millionen Fussball Fans in den letzten hundert Jahren gekommen. Ist also nicht wirklich originell. Funktioniert trotzdem. Und die publicans reiben sich jetzt schon die Haende und ordern die Lager der Brauereien leer. Aber Vorsicht: in einigen wenigen Pubs wird kurz vor den grossen Spielen in Wembley keine Alkohol verkauft. Die Jungs und Maedels von der Met laufen dann rum und arrangieren das. Kein Problem, noch schnell in den local offy und vor dem Stadion ein, zwei Dosen geschossen. Ja geht doch. Ist aber eigentlich auch nicht erlaubt und die coppers duerfen dort booze konfiszieren. Kein Scherz. Machen sie aber nicht. Wenn man sich nicht ganz scheisse benimmt. Und die sind hier einiges gewoehnt, glaubt mal. Und strenggenommen und theoretisch darf man das Stadion betrunken gar nicht betreten. HAHAHA.
Wembley liegt Haare spaltend nicht so richtig in London. Grossraum London schon, aber postalisch: Middlesex. Anyways, es gibt eine Tube Station. Die Tube Station heisst nicht Wembley sondern Wembley Park. Jetzt nicht verwirren lassen, da muss man hin, wenn man zum Stadion will. Von der Tube Station braucht es ungefaehr zehn Minuten zu Fuss zum Stadion. Und das Tube Personal dort ist gut geschult. Ja, das Tube Personal in Wembley Park hat seit ungefaehr 20 Jahren darauf gewartet, dass eine deutscher Mob einfaellt, keine Ahnung hat, wie man die Tube bedient und wissen will, wie man zum Stadion kommt. Und sie freuen sich wie die kleinen Kinder. Siehe oben God help us (them). Tube Line: Jubilee Line und Metropolitan Line. Und hey, wie cool ist das denn, beide lines laufen an dem Wochenende, no planned engineering works. Deutsche Gruendlichkeit? Rubbish, das koennen wir hier schon lange.
Kein Ticket bekommen, aber trotzdem in London gelandet? Kein Problem, es gibt mittlwerweise diverse mehr oder weniger deutsch angehauchte Lokalitaeten, in denen garantiert riesengrosse Bildschirme aufgebaut werden, allen voran natuerlich der legendaere Zeitgeist in Vauxhall. Und dort wird Fussball gezeigt, fuckinell, yes, jedes verdammte Wochenende lang. Es empfiehlt sich die website zu checken oder anzurufen, ob man vorbuchen muss. Kein Scherz, der Laden ist regelmaessig bei solchen Gelegenheiten komplett bis oben hin voll. Ansonsten tut es vermutlich nahezu jeder Pub mit Grossbildschirm, ich bin mir ziehmlich sicher, dass das Spiel zu sehen ist, schliesslich ist sicher gestellt, dass auf englischem Boden eine deutsche Mannschaft garantiert verliert. Das laesst sich der heimische Fussball Fan doch nicht entgehen? Solange man sich nicht durch zaertliche Gesaenge wie fuck the nazis stoeren laesst, welcome to England.
Ansonsten im Forum suchen, da werden jetzt schon locations gepostet und organisiert, und es wird bis dahin sicher noch last minute Veranstaltungs Hinweise geben.
Vorvorvorletzter Tip: der Gruss mit nach oben ausgestrecktem Arm und aehnlich "lustige" Gesten sind hier zwar im Gegensatz zum fatherland nicht automatisch illegal, koennten aber trotzdem fuer Irritationen sorgen. Just a thought. And no, it ain't funny. Und wenn man solchen Gesten begegnet, die Konfrontation lohnt sich selten bis gar nicht.
Vorvorletzter Tip: es koennte sein, dass die Einheimischen nicht sooo enthusiastisch darauf reagieren, wenn man sich damit bruestet, dass zwei deutsche Mannschaften im Finale sind. In Wembley. Keine Ahnung wieso. Call it gut feeling. Kommt eventuell nicht gut an.
Vorletzter Tip: Currywurst gibt's hier und hier und Weisswurst gibt's hier.
Letzter Tip: fragt mich nix. Ich weiss nix, ich will nix wissen und ich bin thank fuck an dem Tag nicht in der Stadt.
Welcome to London. Enjoy the beautiful game.
(Did I just write that?)
Posted by Konstantin Binder on 12/05/2013 in London erleben, Other Stuff, Useless | Permalink | Comments (7)
(XL)
Posted by Konstantin Binder on 09/05/2013 in Other Stuff, Restaurants and Food | Permalink | Comments (0)
Sherlock stuerzt sich vom Dach von St. Barth’s in Smithfield, sein blutiger Koerper wird vom Krankenhauspersonal weggetragen.
Sherlock – The Reichenbachfall. Staffel 2, Folge 3.
Sherlock tot? A "fake genius"? Unmoeglich. Das darf nicht sein.
Fans aus aller Welt glauben das nicht. Und deswegen errichten sie einen Schrein in der Telefonzelle beim St Barts Hospital.
(Klick fuer XL)
Und hier noch ein wirklich witziger Ausschnitt
Posted by Konstantin Binder on 07/05/2013 in Odd Signs, Other Stuff | Permalink | Comments (3)
Posted by Konstantin Binder on 27/02/2013 in Other Stuff | Permalink | Comments (0)
Bargeld = cash. So wird es uebersetzt. Angeblich gibt es in der englischen Sprache (im UK) einen alten slang Begriff fuer cash: "rhino". Rhino? Nie gehoert. Vor der Einfuehrung der Dezimalwaehrung existierten im UK so exotische Muenzen wie halfpenny, farthing, threepence, shilling, florin oder sovereign. Und natuerlich gab es fuer viele dieser Muenzen slang terms. Ein farthing z. B. war auch bekannt als "mag", ein shilling "bob".
Viel ist davon nicht uebriggeblieben, irgendwie klar, die Muenzen verschwanden. Erstaunlicherweise ist mir aber noch nie ein slang Begriff fuer Geld begegnet. Kohle, Flocken, Asche, Kies, Moos, Penunsen, Kroeten, Maeuse, Tacken, Bares, Heu, Marie... hier habe ich bisher nur cash gehoert und sonst nichts.
Die Auswahl an sonstigen British slang terms fuer Geld finde ich auch eher langweilig. Es gibt zwar vermutlich unzaehlige von Region zu Region eher untergeordnete verschiedene Begriffe fuer bestimmte Muenzen oder Scheine, aber was ich benutze und was mir im taeglichen Sprachgebrauch staendig benutzt wird, ist:
Quid = £1
Fiver = £5
Tenner = £10
Grand oder K = £1000
Und das war's auch schon. Ich keine keinen Begriff fuer £20 oder fuer £50, wobei letztere Geldnote sowieso eher selten benutzt wird, einfach weil es im taeglichen Zahlungsverkehr unpracktisch ist. Copper fuer 1 und 2 pence Muenzen - genau wie im Deutschen, aber auch das wird kaum gesagt, wozu auch.
Kann es das wirklich gewesen sein? Hab ich was verpasst? Falsche Freunde? Falsche Branche? Seltsam...
Posted by Konstantin Binder on 14/02/2013 in Other Stuff | Permalink | Comments (17)
Wappen sind ab und zu huebsch anzusehen, aber nicht wirklich was fuer mich. Ich bin auch kein Heraldiker. Der Bundesadler, hm, weiss nicht, vielleicht kann mal jemand ein neues Logo fuer D-Land basteln? Ernsthaft, wirkt ein klein wenig, weiss auch nicht, sproede? Naja, man sollte nicht vergessen, die olle Bundesrepublik ist gar nicht so oll, ganz im Gegensatz zum Koenigreich. Das ist maechtig oll. Entsprechend oll ist hier auch das Staatswappen*.
The Royal coat of arms ist das Wappen der britischen Monarchie und gleichzeitig das Wappen des Vereinigten Koenigreiches von Grossbritannien und Nordirland. Und ich schreibe darueber, weil ich erst neulich mitgekriegt habe, dass das Staatswappen auf den seit 2008 im Umlauf befindlichen neuen Muenzen abgebildet ist. Witzig: das ist hier kaum jemandem bewusst.
(XL)
"Oh yeah, those new coins, always wanted to know what's that on the back."
"The United Kingdom shields, i.e. the Royal coat of arms, mate. Look at it."
"Seriously? Wow, that's so cool, I didn't know that."
"Well did you know there's a German expression on every 2 Pence coin...., anyway..."
Da hatte ein designer (Matthew Dent) eine wirklich pfiffige Idee.
Das Staatswappen besteht aus den sogenannten Three Lions (eigentlich Leoparden, aber what the heck) fuer England, einem Loewen fuer Scotland und der Harfe fuer Northern Ireland (eigentlich ganz Irland, aber what the heck). Das Wappen traegt ausserdem zwei Motti, "Dieu et mon droit" (God and my right, das Motto des englischen Monarchen) und "Honi soit qui mal y pense (shame upon who thinks evil upon it, das Motto des Order of the Garter). Fragt mich nicht wieso.
Tja, warum nicht. Klingt alles sehr honorig. Und oll.
Der Bundesadler dagegen...
Naja.
*Ich schmeiss hier mal Begriffe in den Blograum, wenn Heraldiker mitlesen und Fehler sehen, bitte melden.
Posted by Konstantin Binder on 16/01/2013 in Other Stuff | Permalink | Comments (6)
Range Rover Classic.
V8. Der Classic ist ein echter classic. Da links.
Iconic.
Ich kenne jemanden, der einen Range Rover Classic seit ich weiss nicht wieviel Jahren faehrt und pflegt.
V8.
Ja na klar.
Es ist derselbe, der diesen wunderbaren Wagen faehrt und pflegt.
Und er ist derselbe, der mich ab und zu seine Autos fahren laesst, und der mich in seiner Welt aufgenommen hat und mich willkommen hiess.
Ich denke, er ist ein wahrer Gentleman. Ein anstaendiger und guter Mann.
Posted by Konstantin Binder on 30/09/2012 in Other Stuff | Permalink | Comments (1)
Rapidograph? Typometer? Planschrank?
Ich mach hier jetzt mal Werbung. Meine Seite, ich darf das. Werbung naemlich fuer das neue Buch von Herrn Zeigermann. Ralf schreibt ueber "megascharfe Skalpelle, stinkende Filzstifte und lungenschaedigende Kleber". Aber nicht nur darueber. Ralf schreibt ueber Werkzeuge des Graphikers. Analog. Damals. Handarbeit und so. Und er hat den ganzen Krams auch noch photographiert.
Und weil ich Ralf gut kenne und ihn als Freund schaetze und mag und weiss, das er weiss worueber er schreibt, kann ich guten Gewissens hier fuer dieses Buch werben. Und fuer Buecher werben ist sowieso klasse.
So there.
Wieso hat Herr Zeigermann eigentlich noch keine Wikipedia Seite? Kann das mal jemand in Angriff nehmen, bitte? Ich weiss nicht wie so was funktioniert.
Interessiert?
Am Buch meine ich.
Hier ist die Website.
Posted by Konstantin Binder on 30/09/2012 in Other Stuff | Permalink | Comments (1)
Die City of London, auch bekant als Square Mile oder einfach nur The City ist zunaechst mal nur ein Teil Londons, ein Stadteil, sie gehoert zu Greater London. Man darf die City wohl als wirtschaftliches Zentrum betrachten, die City ist Finanzplatz, die City hat uralte Privilegien, denn die City ist uralt. Die City wird von der City of London Corporation verwaltet, deren Chef wiederum der Lord Mayor of London ist. Die City of London hat sogar eine eigene Polizei, die City of London Police. Naja, die Bezeichnung ist jetzt nicht besonders einfallsreich. Die City of London ist ziemlich wichtig fuer ihre Groesse, zumindest finanziell gesehen, siehe oben square mile.
Eines jedoch hat die City nicht, roads naemlich. Es gibt streets, courts, lanes, yards, alleys, rows, places, alles moegliche, nur keine roads. Mit einer halben Ausnahme. 1994 wurden die Grenzen neu festgelegt und teilweise veraendert und ein Teil, genauer eine Haelfte der Goswell Road gehoert seitdem zur City.
Goswell Road, links Finsbury/Islington, rechts City of London. Die Grenze verlaeuft in der Mitte der Strasse.
Goswell Road, City of London
Goswell Road, Finsbury
Der Grund, warum es ansonsten keine roads in der City gibt, ist wohl recht einfach. Der Begriff road entstand erst Ende des 16. Jahrhunderts. Und um die Zeit hatte man in der City bereits alle Strassen und Orte benannt.
Posted by Konstantin Binder on 19/09/2012 in Other Stuff | Permalink | Comments (4)

© 2001 – 2012 Konstantin Binder. London ist gut zu mir gewesen. Ich denke, ich schulde es der Stadt, ab und zu ueber sie zu berichten. Est. 15 January 2004. No tourists were harmed or injured or shouted at (knowingly) in the making of this website. londonleben(at)mac(dot)com
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