Und dann steht man vor einem Haus, dass vor sicher mehr als hundert Jahren gebaut wurde, und fragt sich wem es gehoert hat, wer dort gewohnt hat, was das Haus vielleicht schon fuer menschliche Tragoedien oder Komoedien erlebt hat, Bewohner, die kamen und gingen, solche die sich liebten, die sich stritten, die dort lebten, die dort schlaflose Naechte verbrachten, die dort abends die Haustuer oeffneten, um zu Hause zu sein, die dort Kinder aufzogen, deren Leben sich vielleicht dort einem Ende zugeneigt hat. Und man wird sicher nie genau wissen, was sich hinter den Fassaden zugetragen hat, im Laufe der letzten einhundert Jahre, aber vielleicht wird man sich vorstellen, was dort haette passieren koennen, und vielleicht ist all das geschehen.
Wer weiss.
Aber eines ist ziemlich sicher.
Das Haus wird noch in hundert Jahren hier stehen und geduldig sein. Ob der Menschen, die es nutzen und benutzen.
Und dann steht man vor dem Haus und bewundert die schlichte und schoene bescheidenen Eleganz. Und man schweift ab und fragt sich, was wohl hinter den Fassaden passiert oder je passiert ist. Einfach weil es dort steht, das Haus. Seit sicher mehr als hundert Jahren.
Das Haus traegt eine Nummer. Nein, zwei. Links und rechts, 116 und 114.

(XL)
Aber mehr ist nicht zu sehen. Von aussen.
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