Die Reise beginnt.
Letzte Vorbereitungen, wir sind aufgeregt. Die Tage waren vollgestopft mit noch mehr Vorbereitungen und nervoes sein. Vor allem nervoes sein. Wie nervoes kann ein Mensch sein? Und vor allem, wieso? Alles ist organisiert, die Jungs werden gut versorgt sein, unsere Nachbarn wissen Bescheid, letzte Kontrolle, die Koffer sind gepackt, aber haben wir alles. HABEN WIR ALLES?
Ein Jahr Vorfreude, ein Jahr fuer einen Kindheitstraum.
Wir fahren zu Freunden, die uns nach Southampton bringen werden. Wir haben erstaunlich leicht gepackt - denken wir. Fuer kurze Zeit stand mal die Ueberlegung im Raum, die Kleiderordnung eher locker anzugehen, aber das ist natuerlich Unsinn. Wenn man schon mal mit einem der beruehmtesten Schiffe der Welt faehrt, warum nicht entsprechend anziehen, hey, eine Woche auf dem Atlantik, es kann einem auch verdammt viel schlechter gehen.
Zwei Stunden spaeter, Southampton. Die Stadt ist daran gewoehnt, dass zu bestimmten Zeiten und Tagen Reisende einfallen, die die grossen cruise ships besteigen. Und auch wir reihen uns in die lange Autoschlange ein, southbound towards the docks. Ich bin nicht das erste Mal in Southampton, hier legen auch die Faehren Richtung Isle of Wight ab. Aber auf einmal verspuere ich Unruhe, ich werde nervoes, schon wieder, ich weiss nicht wieso. Ich muss noch nicht mal selbst fahren, und wir haben viel Zeit, aber ich habe Sorge zu spaet zu kommen. Wir kommen nicht zu spaet. Natuerlich kommen wir nicht zu spaet.
Der erste Kreuzfahrer ist zu sehen, nicht unserer, nicht gross genug, und es fehlt der charakteristische schwarze Rumpf der Cunard Flotte. Aber auf einmal taucht sie rechts auf, zwischen den Dockgebaeuden, fuer kurze Zeit nur, ganz sicher, das muss sie sein, die Queen Mary 2.
Und dann geht es sehr schnell, ein paar Minuten spaeter stehen wir in der drop off area am Queen Elizabeth Dock. Wir verabschieden uns von unseren Freunden, das Gepaeck wird sofort vom Cunard Personal uebernommen, und einen Augenblick spaeter stehen wir in der check-in Reihe.
Transatlantic crossing. Queen Mary 2.
Das Warten zieht sich hin, man hat allen Passagieren bestimmte check-in Zeiten gegeben, aber genau wie wir kommen viele zu frueh. Aufgeregt, anybody? Dann endlich check-in, Ticketkontrolle, Passkontrolle, security, es geht auf einmal alles sehr schnell. Auf dem Schiff bezahlt man mit einer Art persoenlicher Geldkarte, die beim Check-in ausgestellt wird, diese wird noch zweimal ueberprueft, dann stehen wir auf endlich auf der gangway, die den Pier mit dem Schiff verbindet.
Anhalten. Hochschauen.
(XL)
Das Schiff ist unglaublich gross und maechtig und beruhigend. Und wunderschoen.
On board.
Man begruesst uns, zeigt uns den Weg zu unserer Kabine. Das Gepaeck ist da, kurz auspacken, im Zimmer steht eine Flasche Sekt, wir oeffnen die Tuer zum Balkon, werden wir es hier eine Woche aushalten.
Oh ja, ganz sicher.
(XL)
(XL)
Neugierig, aufgeregt laufen wir im Schiff herum, Decks 3 bis 12, dazu die Aussendecks, der erste Swimming Pool, oh, ein Restaurant, Buecherei, Lobby, Bars, pub, yes, pub, verdammt gute Idee, erstmal was trinken.
Das Schiff ueberwaeltigt einen mit seiner Groesse, aber wir haben eine Woche, um es kennenzulernen.
Zurueck im Zimmer, die Queen Elizabeth faehrt langsam vorbei, die Kapitaene gruessen sich, wir hoeren zum ersten Mal die Schiffshoerner, die uns ueber die Reise noch begleiten werden.
Goose bumps, big time.
Der erste Abend, der dress code lautet smart casual, Jacket, no tie. Der Maitre d', unser waiter und der Sommellier stellen sich vor, wir ahnen, wie wir die naechste Woche verbringen werden.
Wir geniessen das Essen, waehrend sich das Schiff langsam auf dem Southampton Water Richtung Sueden bewegt.
Ein Freund, der an der Suedkuste der Isle Of Wight wohnt, twittert spaeter wir sollen mal winken, er koenne uns sehen.
Was fuer ein schoener aufregender Tag.
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