Ich wollte das schon immer mal machen. Nach Amerika reisen. Von einem Kontinent zum naechsten, zur anderen Seite des Atlantik. Nicht fliegen, das geht viel zu schnell, ab Heathrow, Stunden spaeter an JFK, beruflich New York, auch einige andere Staedte in den Staaten, das war immer spannend. Aber was wenn man so reist, wie sie frueher gereist sind?
Ich habe leicht reden. Ich kann das machen, ich moechte das nicht machen weil ich muss, ich moechte das machen weil ich kann. Vor 150 Jahren fuhren Schiffe regelmaessig ueber den Atlantik. Nicht weil die Passagiere es sich leisten konnten sondern weil die meisten entweder nichts mehr zu essen hatten oder weil sie verfolgt wurde fuer das was sie waren.
Aber wie und wo faengt man an, so eine Reise angemessen zu beschreiben?
Fakten vielleicht? Also bitte, ein paar Fakten:
Die RMS Queen Mary 2 ist ein ocean liner.
"An ocean liner is a ship designed to transport people from one seaport to another along regular long-distance maritime routes according to a schedule."
Die RMS Queen Mary 2 faehrt seit 2004 regelmaessig die Linie Southampton - New York und zurueck. Sie ist 345 Meter lang und darf bis zu 3000 Passagiere befoerdern. 17 Decks, 15 Restaurants, 5 Swimming Pools, ein Casino, ein Theater, ein Kino, ein Planetarium.... Die QM2 wurde von der Cunard Line in Auftrag gegeben, um als Nachfolgerin der RMS Queen Elizabeth 2, die von 1969 bis 2008 fuer Cunard fuhr, den Atlantik zu bereisen.
Ein ocean liner ist kein "normales" Kreuzfahrtschiff. Die Schiffe, die ueber den Atlantik reisen, sind staerker gebaut, stabiler, und sie befoedern weniger Passagiere in Relation zu ihrer Groesse. Das hat wohl etwas mit der Route und mit Sicherheitsvorschriften zu tun, ich weiss es nicht. Sie sehen dreimal eleganter aus als "normale" Kreuzfahrer, das steht mal fest. Und im Jahr 2012 gibt es genau einen davon: eben jene schon ca. 1000 mal erwaehnte Queen Mary 2.
Die Reise dauert genau eine Woche. Man besteigt das Schiff am Freitag Mittag in Southampton und kommt eine Woche spaeter am Freitag morgen in New York an.
How bloody brilliant is that?
"How bloody brilliant is that?" - schon so ziemlich...! ;-)
Bin schon gespannt auf me(e)hr!
Kommentiert von: Patric | 24. August 12 um 08:44
Die geringere Passagierzahl im Vergleich zur Größe hat mit der Form des Schiffkörpers zu tun: Ocean Liner sind schmal gebaut und laufen auf eine messerscharfe Kante zu; damit können sie bei höherem Seegang die Wellen durchschneiden und müssen nicht auf den Wellenberge hochfahren und die Wellentäler runter. Letzteres müssten die Kreuzfahrtschüsseln, die darauf ausgelegt sind, möglichst viele Außenkabinen mit Balkon zu umfassen - die könnte man keinen Ozean kreuzen lassen. (Habe ich alles während meiner Überfahrt auf dem Vortrag über Ocean Liner gelernt, der auf dem Programm der QE2 stand.)
Kommentiert von: kaltmamsell | 25. August 12 um 20:51