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15/09/2010

Comments

kaltmamsell

Wie schnell sich durch diese kleinen Gesten eine warme Gemeinschaft bildet...

Jo K.

Grossartiger Artikel! Hab das Gefuehl, als haette ich das gestern selbst erlebt ... gibt einem echt ein wohliges Gemeinschaftsgefuehl. Gut ge-/beschrieben! LG, Jo

Marcel

Da ich gerade Kate Fox's "Watching the English" lese, hört sich das einfach so typisch englisch an. Und in Deutschland sagen vielleicht nur 2% der Menschen hinter einem "Danke", wenn man den Warentrenner (ja, so heißt das Teil) hinter seine Einkäufe legt.

Arnd

Gleiche Erfahrungen habe ich Anfang des Jahres in UK auch gemacht, der Unterschied zu Deutschland ist erschreckend.

Selbst bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen (Stansted) hat sich der Kontrolleur dafür entschuldigt, daß ich vom Zufallsgenerator für das Abtasten ausgewählt wurde. Aus Frankfurt kenne ich das nicht.

Auch beim Autofahren kann man sich gut daran gewöhnen, daß man an Kreuzungen und Einmündungen hereingelassen wird und andere hereinläßt.

It's always a pleasure to be back in the UK.

Großartig. Dankeschön!

Eckart

Das ist ja mal wieder typisch. Typisch London. Trotz aller Hektik nimmt man sich die Zeit für diese kleinen Gesten der Höflichkeit, der Freundlichkeit, geht respektvoll miteinander um.

MissJanet

Bei all meinen Besuchen in London war das immer ein Wunder für mich, wie freundlich, zuvorkommend und "menschlich" die Einwohner sind. Geht vielleicht auch nciht anders, bei der Enge, den Menschenmassen und dem hohen Tempo überall würden sonst überall Gewalttätigkeiten aufkommen.

Seufz, ich will auch jetzt wieder gerne in London sein.

AJJB

"haste mal nen euro?"

fragt der besoffene obdachlose, der den ganzen tag vor dem supermarkt sitzt und wein aus tetra packs trinkt.

ich komme gerade so an seinen pappen vorbei, an dem geruch nicht.

ich habe noch eine viertelstunde, brauche nur die wichtigsten dinge. die blicke der letzten verbliebenen verkäuferin töten. der sicherheitsmann: "na, ausnahmsweise".

hastig eile ich an den anderen beiden mitarbeitern vorbei, die anscheinend schon seit stunden damit beschäftigt sind, die waren aus den regalen zu räumen, denn: es ist nicht kaufbares mehr da. kein obst, kein brot, alle theken abgehangen.

die gänge sind vermint; einkauswagen und supermarkt trolleys, die aussehen als bereite man sich auf den abriss des marktes vor.

schnell käsemischung (hergestellt in china) und toast (hergestellt in der ukraine) eingepackt. trotz mitarbeiterüberschuss nur eine kasse offen; riesige schlange. niemand scheint zeit zu haben. zwei menschliche planeten und ihre fertiggerichte kollidieren, sie schreien sich an. der sicherheitsmann reagiert nicht und telefoniert.

minutenlang wird rumgezetert, niemand denkt an den warentrenner, ein türkisches kind schreit.

ich will nicht länger bleiben, der gestank ist unaushaltbar.

das bezahlen scheint für alle an der kasse vor mir doch recht überraschend zu kommen: es dauert.

die verkäuferin fesselt ihren blick auf das display vor ihr. mein guten abend dringt nicht durch.

"schönen feierarbend" - bekomme ein "humpf" zurück.

Ich trete hinaus. Der Herbst hat sich angemeldet, es ist dunkel und windig, die Menschen fahren nach Hause. Ich ueberquere die Hauptstrasse, und hinter mir fangen sie an, den Supermarkt abzuschliessen.

ich kämpfe mit mir selber: ist es nur mein fokus oder sollte frankreich bis nach polen reichen?

Tanja

Du beschreibst die Situation so bezaubernd, dass man das Gefühl bekommt, dabei gewesen zu sein. Herrlich! Ich bin entzückt. LG Tanja ;O)

Tina

Ich hatte die Freundlichkeit der Engländer gegenüber einer afrikanischen Studentin gelobt,diese widersprach mir aber heftig aus ihrer eigenen Erfahrung.Aus dieser Ecke kämen dann wohl auch die berühmt-berüchtigten Hooligans.

Emily

Ja! Ha! Na siehst Du. Und da willst Du wegziehen! Kopfschuettel.

Neposcope

Das ist ein wirklich schöner Artikel. Hat mich an meinen Sommerurlaub erinnert.

Lexi

Mein Supermarkt hatte 24 Stunden auf, aber wenn man da um zehn, halb elf reinkommt, war es genau so. Danke.

Thomas

THAT SAYS IT ALL.Brilliant!

elena

Könnte mir genauso diesen Sommer passiert sein. Besonders in Supermärkten ist es mir aufgefallen. Der Kassierer erkannte meine Schwester und mich sogar wieder, scherzte und wünschte uns herzlich einen schönen Tag. Im Bus entstanden häufiger rege Gespräche der Fahrgäste etagenübergreifend, mit einem hatte ich eine überaus interessante Unterhaltung. Man kann drüber streiten, ob alles nur schöner Schein ist, glücklich war ich allemal.

alexia

Wunderbar, einfach wunderbar! Man fühlt sich sehr willkommen in diesem Land.

Julia

Ich war von Samstag bis Dienstag auch mal wieder in London und da fiel mir auch auf, wie ausnehmend freundlich die Kassierer und generell Supermarktpersonal überall sind. Fing schon im WHSmith in Stansted an und zog sich durch die ganze Stadt, egal ob Tesco, M&S, Sainsbury's. Hier in Deutschland kriegste überall nur Genörgel oder böse Blicke zu hören/sehen. Wirklich traurig...

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  • © 2001 – 2017 Konstantin Binder.

    London ist gut zu mir gewesen. Ich denke, ich schulde es der Stadt, ab und zu ueber sie zu berichten.

    Est. 15 January 2004.